Altmaier: Automanager sollten sich Innovationen nicht verweigern

Peter Altmaier (CDU)

Berlin. Angesichts des Dieselskandals hat Kanzleramtschef Peter Altmaier die Automanager aufgefordert, sich Innovationen nicht zu verweigern. „Immer wenn es in der Wirtschaftsgeschichte disruptive Innovationen wie das Dampfschiff oder das Automobil gegeben hat, haben die Platzhirsche die drohende Innovation geleugnet und ihr altes Geschäftsmodell geschützt“, sagte Altmaier dem „Handelsblatt“. Die Folge: Der Kutschenbauer sei vom Autobauer verdrängt worden und vom Markt verschwunden. „Unsere Herausforderung besteht darin, durch Digitalisierung getriebene disruptive Innovationen so zu gestalten, dass die Beschäftigten in der Autobranche eine Zukunft haben“, sagte der CDU-Politiker. Über den Dieselskandal ärgert sich Altmaier „maßlos, weil er unnötig war. Wenn die Grenzwerte für die Industrie unerreichbar waren, hätte sie damit offensiv umgehen müssen“, sagte er. Es sei doch klar: Die Energiewende dürfe die Wettbewerbsfähigkeit des Landes nicht zerstören, sondern müsse befördert werden. „Die bevölkerungsreichsten Länder werden die deutsche Energiewende nur übernehmen, wenn sie Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit garantiert. Deshalb habe ich als Umweltminister 2013 in Brüssel für Deutschland ein Veto eingelegt, als die Grenzwerte für CO2 für die geplanten Vorgaben die Flotten von Mercedes und BMW gegenüber den Herstellern kleinerer Autos benachteiligt hätten“, sagte Altmaier. +++


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2 Kommentare

  1. Wie wäre es mit einer Innovation in der Autopolitik? Das geht aber weder mit dem Maut-Minister Dobrindt noch mit der Autokanzlerin Merkel, die beide selbst tief in dem Dieselskandal involviert sind!
    Daher: kein Kreuz in die Raute!
    ‪https://youtu.be/dOa-fcp74uU‬

  2. So so. Die Regierung fordert die Autoindustrie auf, die Werte festzulegen, die sie einhalten möchte, damit man genau diese in die Gesetze schreiben kann. Da könnten wir dann auf die Gesetze ja auch ganz verzichten, HERR Altmaier! Eine derartige Dreistigkeit ist mir ja zuletzt in der DDR untergekommen. Es ist doch wirklich nicht mehr zu fassen.

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