Alltagsnormalität, ein Pflegekonzept wurde zum deutschlandweiten Wegbereiter

Fulda. Das mediana Pflegestift feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums fand am Freitag im Beisein von Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Fuldaer Gesellschafterfamilie Kropp, Vertretern aus Politik und Wirtschaft sowie Kirche, Gesellschaft und dem Öffentlichen Leben im Foyer des Hauses in der Fuldaer Rangstraße die Jubiläumsfeier statt. Gemeinsam blickte man auf 15 Jahre Pflegestift zurück und würdigte dabei die Gesellschafterfamilie der Häuser, die zu damaliger Zeit mit einem innovativen Einrichtungskonzept der stationären und teilstationären Pflege erstmals neue Wege gingen.

Gesellschafter Oliver Kropp ging in seinen einleitenden Worten zur Begrüßung auf die Anfänge des Pflegestiftes ein und unterstrich dabei dessen Bedeutung. Demnach wurde, nach dem Gesellschafter, als das Pflegestift am 13. Juni 2003 Einweihung feierte, wieder einmal ein „neuer, visionärer Weg“ der stationären Altenpflege beschritten. „Das Pflegestift war damals das erste, große Pflegeheim in Deutschland, welches ausschließlich nach dem stationären Hausgemeinschaftskonzept konzipiert- und in die Tat umgesetzt wurde.“, sagte Oliver Kropp am Freitag im Rahmen der Jubiläumsfeier anlässlich des 15-jährigen Bestehens des mediana Pflegestiftes in dessen Räumlichkeiten in Fulda. Zuvor habe es diese Form der stationären Pflege, so Kropp, nur in wenigen, kleinen Modellversuchen gegeben. Seitdem habe das Konzept in der Pflegbranche viele Nachahmer gefunden und fungierte fortan als Impuls- und Ideengeber. „Alltagsnormalität“ – dieser Begriff beschreibe das Erfolgsrezept dieses Konzeptes, welches die Hausgemeinschaften auszeichne, nach dem Gesellschafter womöglich am Besten. „Wir wissen, dass wir die eigene Familie nicht ersetzen können, aber unsere Bewohnerinnen und Bewohner sollten zumindest die Struktur und das Leben wie in einer (Groß-)Familie hier, bei uns, erleben.“, fuhr der Gesellschafter in seiner Rede fort. Größtmögliches Maß an Selbstbestimmtheit und Eigenständigkeit sollen daher ein Lebensgefühl, wie in den eigenen vier Wänden vermitteln. Zentraler Begegnungsort ist die großzügige Wohnküche, in der gemeinsam gekocht, gegessen und auch schon einmal gefeiert wird, in jeder einzelnen Hausgemeinschaft.

Aus dem Primat der Pflege wurde Primat des Wohnens

Damit der Haushaltsalltag reibungslos funktioniert, fungieren Präsenzmitarbeiterinnen als Alltagsmanager, Ansprechpartner und Bezugspersonen für die Hausgemeinschaft. Für das neu geschaffene Berufsbild der IHK-zertifizierten Präsenzkraft erhielt mediana seinerzeit den deutschen Qualitätspreis des DPA. Festzuhalten ist, dass das „Primat der Pflege“ durch das Konzept der Hausgemeinschaften durch das „Primat des Wohnens“ ersetzt worden ist. „Was vor 15 Jahren mit dem mediana Pflegestift erstmalig umgesetzt wurde, wird heute als die ‚4. Generation der Pflegeheime‘ bezeichnet. Aus einer Vision, einer kühlen Idee wurde ein flächendeckender Erfolg. 2007 manifestierte sich dieser als das mediana Pflegestift ausgewählter Ort im ‚Land der Ideen‘ im Zuge der Initiative ‚Deutschland – Land der Ideen‘ wurde. Die damit korrelierende, bundesweite Aufmerksamkeit ist bis zum heutigen Tag ungebrochen.“, so der Gesellschafter. Ein besonderes Wort des Dankes von Seiten des Gesellschafters gebührte in der Feierstunde vorwiegend allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Pflegstiftes sowie deren Angehörige für ihr Vertrauen, – Vertrauen, so Oliver Kropp, sei in der Seniorenarbeit sehr wichtig, wie unverzichtbar -, welches diese der Gesellschafterfamilie Kropp, aber auch dem gesamten Team des mediana Pflegestiftes. Ebenso dankte der Gesellschafter allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pflegestiftes für ihren unermüdlichen Einsatz, die mit „viel menschlicher Wärme und Zuneigung“ im Pflegestift die „besonders warmherzige Atmosphäre“ schüfen. „Wir sind sehr stolz auf unser Team.“ Ebenso dankte Oliver Kropp den beiden Leiterinnen der Einrichtung, Einrichtungsleiterin Frau Andrea Briselat, und deren Stellvertreterin, Frau Sara Kautzsch, für ihre vorbildliche Führungsweise.

Das fünfte Haus – ein Gefühl von Sicherheit, Orientierung und zu Hause sein

Seit der Eröffnung des Pflegestiftes im Jahre 2003 ist viel geschehen. So veranlasste im Jahr 2010 die steigende Nachfrage die Gesellschafterfamilie das Pflegestift um drei weitere Hausgemeinschaften zu erweitern und ihre Konzeption vorzuschreiben. Das sogenannte „fünfte Haus“ wurde nach den spezifischen Anforderungen und individuellen Bedürfnissen für Menschen mit Demenz verwirklicht. „Die persönliche Freiheit unserer Bewohner durch technische Weglaufsperren oder eine geschlossene Abteilung zu begrenzen, war für uns keine Option.“, bekundet der Gesellschafter. Stattdessen geben feste Tagesstrukturen, die mit dem familiären Alltag vergleichbar sind, nach dem Gesellschafter, den an Demenz erkrankten Bewohnern ein Gefühl von Sicherheit, Orientierung und zu Hause sein. Das mediana Pflegestift beheimatet heute in 5 Häusern rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner, die sich mittlerweile in 17 Hausgemeinschaften in Dauerpflege, solitärer Kurzzeitpflege sowie Tagespflege verteilen. Alle Häuser sind auf der jeweiligen Ebene mit Marktplätzen verbunden, die den besonderen Reiz sowie die unvergleichbare Großzügigkeit des Pflegestiftes widerspiegeln. Doch die Marktplätze verbinden nicht nur die einzelnen Häuser miteinander, sondern geben darüber hinaus Raum für Begegnungen oder dienen als Plattform für zahlreiche, für jedermann zugängliche Veranstaltungen und Ausstellungen. „Der kulturelle sowie soziale Austausch mit der Stadt und insbesondere im Quartier ist uns hierbei sehr wichtig und hat sich über die Jahre etabliert.“, betont Oliver Kropp. Heute hat sich mediana zu einem mobilen, wie stationären Pflegevollversorger entwickelt, der mittlerweile in 5 stationären Einrichtungen rund 700 Bewohnerinnen und Bewohner beheimatet, die von nahezu 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreut werden. In den, daran angegliederten Wohnquartieren leben derzeit circa 150 Bewohner, die bei Bedarf vom mediana-Pflegedienst unterstützt- und versorgt werden. „Unsere Konzepte werden wir auch zukünftig selbstkritisch hinterfragen und anpassen müssen. Dem zunehmenden Wettbewerb um Bewohner und Mitarbeiter sowie neue und sich immer schneller ändernde Rahmenbedingungen wird auch in Zukunft unser unternehmerisches Tun und Handeln maßgeblich bestimmen.“, so der Gesellschafter der Häuser, Oliver Kropp, abschließend seiner Ausführungen.

Erweiterung der Tagespflege und Betriebskindergarten in Planung

So will man auch zukünftig Veränderungen weiterhin als Chance begreifen sowie das erfolgreiche Konzept in bestehende als auch in neue Standorte ausbauen und weiterentwickeln. Bezugnehmend auf das Pflegestift, verkündete Gesellschafter Oliver Kropp am Freitag, dass sich bereits zwei neue Projekte in den Startlöchern befänden. Zum einen will man mit der Erweiterung der Tagespflege der zunehmenden Nachfrage begegnen. Zum anderen wolle man den Mitarbeitern – aber auch den externen, berufstätigen Eltern – mit der Umsetzung eines Betriebskindergartens eine familiengerechte Option bieten. Von Seiten der Fulda Unternehmerfamilie hies es hierzu am Freitag: „Wir freuen uns bereits heute über den generationsübergreifenden Austausch.“

Brand wirbt für mehr Akzeptanz für Pflegeberufe

Die Liste der Gratulanten an diesem Freitagvormittag in der Eingangshalle des Pflegestiftes war lang. Gekommen waren neben dem CDU-Bundestagsabgeordneten Michael Brand MdL auch Landtagsabgeordneter Dr. Walter Arnold MdL, der Landrat des Landkreises Fulda, Bernd Woide, der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld sowie der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Fulda, Bernhard Juchheim. Sie alle verbanden ihre Glückwünsche zum 15-jährigen Bestehen des Hauses auch gleichzeitig mit den Dankesworten an alle, die in diesem Ensemble mitspielen bzw. ihre Rolle perfekt verkörpern. Während CDU-Bundestagsabgeordneter Michael Brand für mehr Akzeptanz für die Pflegeberufe warb, erinnerte Landtagsabgeordneter Dr. Walter Arnold in seinem Grußwort an den Heimaufenthalt seiner über 90-jährigen Mutter im Pflegestift, worin er seinen persönlichen Dank für die jahrelange, sehr gute Pflege seiner Mutter einschloss. Alle Grußwortrichtenden gingen in ihren Reden auf das freundliche, herzliche sowie sehr gepflegte Erscheinungsbild des Pflegestiftes ein und wünschten der Familie Kropp als Gesellschafter der mediana-Häuser sowie der Geschäftsleitung, Einrichtungsleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Bewohnerinnen und Bewohnern für die Zukunft alles erdenklich Gute.

11 Mitarbeiter für 15-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt

Sichtlich gerührt waren 7 von insgesamt 11 Mitarbeitern, die für ihre 15-jährige Betriebszugehörigkeit im Pflegestift im Rahmen der Jubiläumsfeier am Freitag besonders geehrt wurden. Vier Jubilare konnten ihre Urkunde, da sie gegenwärtig verhindert waren, nicht persönlich entgegennehmen. Was ihnen allen dennoch am Freitag von Seiten der Einrichtungsleitung sowie der Gesellschafterfamilie Kropp nicht verwehrt blieb, waren die guten, wertschätzenden Wünsche für ihr Engagement und ihre Einsatzbereitschaft zum Wohle der Heimbewohnerinnen und -bewohner. Frau Andrea Briselat, die Einrichtungsleiterin des Pflegestiftes, dankte abschließend der Jubiläumsfeier der Gesellschafterfamilie Kropp für ihr Wagnis, das sie mit dem Pflegestift vor 15 Jahren eingegangen waren und Jahre später zum Erfolg geführten hätten. „Sie haben damals in die Zukunft investiert. Das ist Ihnen mit dem Pflegestift bestens gelungen. Vielen Dank dafür.“, so die Einrichtungsleiterin. Nach den Worten von Briselat habe sich das Pflegestift in Fulda sowie auch in der Umgebung einen wirklichen Namen gemacht. Weitere Dankesworte galten u.a. der Einrichtungsbeiratsvorsitzenden des Pflegestiftes, Frau Elvira Götz, für die sehr gute Zusammenarbeit sowie dem konstruktiven Miteinander sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dem Pflegestift seit Jahren die Treue halten.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Young Band der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda. Die kirchliche Segnung im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung erfolgte durch Dechant Stefan Buß für die Katholische Kirche sowie Pfarrerin Anke Mölleken für die Evangelische Kirche. +++ jessica auth


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1 Kommentar

  1. Ein prima Artikel; vor allem dann, wenn man anderes gesehen hat. Auch in Anbetracht der Tatsache, dass nicht alle Pressevertreter bis zum Abschluss da waren. Dafür aber als Erste den Beitrag – Artikel kann man es nicht nennen – online hatten. Ich frage mich immer wieder, was Firmenchefs dazu bewegt, diese Medien derart zu hofieren! Die Qualität kann es nicht sein. Auch, dass man diese, mehr als guten Beiträge, dann noch in den sozialen Netzwerken verbreitet, stößt bei mir auf Unverständnis. Aber möglicherweise liegt es ja daran, dass es Advertorials sind. Dies macht dann Sinn. Auch, wenn man bedenkt, dass dieses Unternehmen überall mit Werbung vertreten ist nur auf fdi nicht, frage ich mich, was da los ist.

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