Aldi drängt nach Tönnies-Ausbruch auf “gerechte Arbeitsbedingungen”

Einhaltung von vereinbarten Arbeits- und Sozialstandards gefordert

Der Lebensmitteldiscounter Aldi hat nach dem Ausbruch des Coronavirus in einem Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück Konsequenzen gefordert. Das Unternehmen drängt auf die vereinbarte “Einhaltung von Arbeits- und Sozialstandards”, heißt es in einem internen Schreiben an seine Zulieferer aus der Fleischindustrie, über das der “Spiegel” berichtet. So pocht die Firma gegenüber ihren Lieferanten auf die “Produktion von Waren unter menschenwürdigen und gerechten Arbeitsbedingungen”. Dabei werde erwartet, etwa auch bei Werkverträgen “soziale Standards, unter anderem im Bereich der Unterbringung Beschäftigter”, einzuhalten. Aldi Nord und Süd kündigten zudem neue Überprüfungen der Schlachthöfe an und verpflichteten die Firmen zur Anpassung ihrer Hygienekonzepte. In einem Betrieb des Tönnies-Konzerns hatten sich mehr als 1.400 Beschäftigte, vor allem Arbeiter aus Polen, Rumänien und Bulgarien, mit dem Coronavirus infiziert. Die Behörden hatten daraufhin das öffentliche Leben in den betroffenen Kreisen in Ostwestfalen massiv eingeschränkt. Aldi Süd gehört neben anderen Handelsketten zu den Hauptabnehmern des von Tönnies produzierten Fleischs. +++

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1 Kommentar

  1. Vom Saulus zum Paulus ?
    Ich kann mich noch daran erinnern, das es im Aldi überhaupt kein Frischfleisch gab. Allenfalls eingeschweißte Dauerwurst. Damals hörte ich im Radio von einem neuen Phänomen das es zu Entlassungen in Schlachtbetrieben kam. Es waren nämlich alle ausgebildete Metzger, die dort zum großen Teil das Fleisch zerlegten. Mit Arbeitsverträgen, die sich auch so nennen durften. Dann entdeckte Aldi das Billigfleisch und ich wunderte mich das auch im EINS A die Fleischtheke verschwunden war. Nur noch abgepackt in Verbraucherfreundliche Stücke. Ich war entsetzt. Seit damals sind auch hier in der Region etliche Fleischergeschäfte verschwunden. Aber Fleischskandale gab es unentwegt. Doch der Deutsche hat ein schlechtes Gedächtnis von Gammelfleisch bis Rinderwahnsinn alles wurde irgendwann verfrühstückt und runtergeschluckt und weiter geht’s. Und der, der das Fass zum rollen gebracht hat beschwert sich jetzt das er seinen Rotz nicht mehr mit einem guten Gewissen los wird. Na heul doch. Alle letzten Verbraucher und Landwirtschaftsminister haben sich von den Versprechungen einlullen lassen von wegen freiwillige Selbstverpflichtung usw. Gar nichts ist passiert . Und wenn die Rumänen denen jetzt zu teuer werden dann holen sie sich die nächsten Opfer aus Kirigisien oder sonst woher. Die Welt ist groß und irgendwo geht es einem Hirten noch viel schlechter als den reichen Rumänen. Das Messergeld was ihnen von Lohn abgezogen wird kann man produktiver einsetzen.

Demokratie braucht Teilhabe!