Brände durch alte Batterien und Akkus werden für Städte und Kommunen in Deutschland zunehmend zu einem ernsten Problem. Immer öfter kommt es zu gefährlichen Zwischenfällen auf Recyclinghöfen oder direkt in Müllfahrzeugen. „Täglich lösen alte und defekte Batterien und Akkus Brände auf städtischen Recyclinghöfen oder in Müllfahrzeugen aus“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, Christian Schuchardt, der „Rheinischen Post“.
Der Grund für die alarmierende Entwicklung liegt nach seinen Worten darin, dass inzwischen in sehr vielen Alltagsgegenständen Kleinstbatterien verbaut sind. Gleichzeitig landen Akkus und Batterien viel zu häufig im normalen Hausmüll, obwohl sie dort nichts zu suchen haben. Die Folgen sind dramatisch: Die entstehenden Brände gefährden Leib und Leben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abfallentsorgung. „Zusätzlich werden auch Abfallanlagen, Fahrzeuge oder Mülltonnen beschädigt und zerstört“, erklärte Schuchardt. Damit werde die Entsorgungssicherheit insgesamt aufs Spiel gesetzt.
Doch damit nicht genug: Die Schäden haben auch massive finanzielle Folgen für die Betriebe. „Zudem führen die Schäden dazu, dass Versicherungsprämien für die Betriebe in die Höhe schnellen oder Anlagen gar nicht mehr versichert werden“, warnte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Für viele Kommunen werde die Situation dadurch immer schwieriger.
Schuchardt fordert deshalb ein entschlossenes Eingreifen des Bundes. Das Problem müsse wirksam bekämpft werden. In anderen Ländern sei man bereits weiter: „In Frankreich und Belgien wurde dies bereits umgesetzt und dort beispielsweise Einweg-E-Zigaretten verboten.“ Deutschland habe diese Chance hingegen verpasst, kritisierte er, und zwar mit dem unlängst beschlossenen Gesetz für Elektroaltgeräte. „Deshalb muss der Bund jetzt mit wirksamen Regelungen nachbessern“, sagte Schuchardt deutlich. +++

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