Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich besorgt über den ausbleibenden Regen geäußert. "Unsere Wälder sind einem riesigen Stresstest ausgesetzt - jetzt auch durch die erneute Trockenheit", sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "In den vergangenen Wochen hat es in vielen Teilen Deutschlands viel zu wenig Niederschlag gegeben."
Schon der Winter sei zu mild gewesen und habe das Überleben von Schädlingen wie dem Borkenkäfer begünstigt. Daher habe sie mit den Ländern ein Rettungsprogramm im Umfang von fast einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht, sagte die Ministerin. Zugleich erinnerte Klöckner an die Hilfen, die die Bauern in der Coronakrise bekämen. "Von den Soforthilfen des Bundes können auch landwirtschaftliche Betriebe profitieren. Und wir haben eine Reihe weiterer Maßnahmen auf den Weg gebracht, zum Beispiel ein Bürgschaftsprogramm für Überbrückungskredite", sagte die CDU-Politikerin.
Umweltministerin will Klimaschutz beim Wiederaufbau
Vor dem Petersberger Klimadialog fordert Bundesumweltministerin Svenja Schulze, den Klimaschutz als zentrales Element beim Wiederaufbau der Wirtschaft in der Coronakrise zu verankern. "Für uns wichtig ist, dass die kommenden Konjunkturprogramme so gestaltet werden, dass sie Arbeitsplätze, Innovation und Klimaschutz zugleich voranbringen", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Es wäre gut, wenn diese Botschaft auf dem Dialog von vielen unterstrichen wird und unterschiedliche Staaten zeigen, dass sie daran arbeiten." Aus wichtigen Ländern seien in dieser Hinsicht positive Signale zu sehen, so Schulze. "China zum Beispiel denkt über grüne Konjunkturpakete nach." Weil der Klimawandel auch in Zeiten von Corona weiterexistiere, müsse der Einsatz für Klimaschutz weitergehen, so die Ministerin. Umwelt- und Klimaschutz würden nach der Krise umso mehr gebraucht, als Treiber für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung. Der am Montag beginnende Petersberger Klimadialog gilt als wichtige Veranstaltung im Rahmen der internationalen Klimadiplomatie. In diesem Jahr findet das Treffen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie virtuell statt. "Man kann mit virtuellen Treffen vieles auffangen, aber auf Dauer braucht es das persönliche Gespräch. Am Ende wird vieles in den Kaffeepausen geklärt", sagte Schulze. +++

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