Berlin. Der Vorsitzende der AfD, Bernd Lucke, drängt auf einen Euro ohne Frankreich. „Frankreich ist das größte Problem, das wir derzeit in der Eurozone haben. Die kriegen ihre wirtschaftspolitischen Probleme nicht in der Griff, halten die Defizitgrenzen nicht ein, zeigen keinerlei Bereitschaft zu Reformen. Frankreich wäre gut beraten, den Euro aufzugeben“, sagte Lucke der „Bild am Sonntag“.
Der Europaabgeordnete hält eine Aufgabe der gemeinsamen Währung für unproblematisch für das Fortbestehen der EU: „Deutschland und Frankreich hatten in der Europäischen Union jahrzehntelang unterschiedliche Währungen und die EU hat sich sehr gut dabei entwickelt. Am besten wäre ein verkleinerter Euro-Verbund, vielleicht bestehend aus Deutschland, Österreich, Benelux, Finnland und den baltischen Staaten.“ Südeuropa und Frankreich hätten sich hingegen als nicht wettbewerbsfähig erwiesen. Mit eigenen Währungen könnten sie abwerten und die eigenen Produkte billiger anbieten, so Lucke weiter.
Weiter hat Lucke hat die Berichterstattung über seine Partei im deutschen Fernsehen scharf kritisiert: „Da gibt es viel Falschberichterstattung. Die Nachrichtensendungen gehen überhaupt nicht in die Tiefe“, sagte Lucke der Zeitung. „Diese 90-Sekunden-Spots sind mit vielen Bildern gefüllt und wenig Information.“ Auch der Rest des TV-Programms überzeugt den AfD-Chef nicht. Er schaue nur „selten“ Fernsehen, so Lucke. „Denn das Fernsehprogramm ist leider sehr schlecht.“ Als Medium bevorzuge er die Zeitung: „Und selbst da habe ich in letzter Zeit so manche Enttäuschung erlebt.“ +++ fuldainfo
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