Ärzteversorgung in Eichenzell – CDU: Nur gemeinsames Handeln bringt Erfolg

Die Entscheidung von Dr. Simon Dietrich seine Hausarztpraxis in Welkers zu schließen und sich dem MVZ Rhön anzuschließen muss man mit großem Bedauern zur Kenntnis nehmen, so die CDU in einer Mitteilung. Die Gründe die Dr. Dietrich zu seiner Entscheidung anführt sind sicher nachzuvollziehen und liegen, wie in vielen vergleichbaren Fällen, in einer falschen Weichenstellung der Gesundheitspolitik. Für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Eichenzell bleibt trotz des Umzugs der Praxis in das MVZ Rhön nach Schmalnau, der Zugang zu einer angemessenen medizinischen Versorgung gewährleistet, wenn auch dafür zunächst längere Wege in Anspruch genommen werden müssen.

In der Eichenzeller Kommunalpolitik ist das Thema Ärzteversorgung ja bereits länger Thema und man ist sich über alle Fraktionsgrenzen hinweg mit Bürgermeister Rothmund (CDU) einig, nach Möglichkeiten zu suchen, um eine langfristige Etablierung von Ärzten in Eichenzell sicherzustellen. Hier hat sich die Situation an einem entscheidenden Punkt zum Guten verändert. Da es mittlerweile im Kreis Fulda ausreichend freie Arztsitze gibt, stellt eine Zulassungsgenehmigung in Eichenzell keine Hürde mehr dar. Ein wichtiger Punkt, um bei der Verbesserung der medizinischen Versorgung Erfolg zu haben. Problematisch scheint im Moment eher die Verfügbarkeit von geeigneten Räumlichkeiten zu sein.

Wie man aktuell den Medien entnehmen kann, ist Bürgermeister Johannes Rothmund (CDU) an dem Thema intensiv dran und führt bereits Gespräche mit interessierten Ärzten und Investoren, um eine zukunftsorientierte Lösung zu finden. Die CDU/CWE-Fraktion unterstützt diese Bemühungen nachdrücklich und ist sich sicher, dass dies alle Fraktionen in Eichenzell tun. Sollten zum Erfolg der Gespräche weitere Beschlüsse der Gemeindevertretung notwendig sein, kann sich Bürgermeister Rothmund (CDU) garantiert auf eine breite Unterstützung der Eichenzeller Kommunalpolitik verlassen.
Ziel bleibt es eine wohnortnahe ärztliche Versorgung in Eichenzell, langfristig sicherzustellen. Dafür handeln wir gemeinsam, denn nur gemeinsames Handeln bringt Erfolg. +++ pm


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1 Kommentar

  1. Nun ist das Kind also in den Brunnen gefallen. Seit vielen Jahren wird in der Gemeinde Eichenzell über das Thema med. Nahversorgung diskutiert, Anträge und Anfragen der Bürgerliste dazu immer wieder von der politischen Mehrheit im Gemeindeparlament abgelehnt bzw. in die Ausschüsse verwiesen. Dort wurde das Thema in den letzten Jahren dann mit wenig Ernsthaftigkeit behandelt.
    In dieser verlorenen Zeit haben Nachbarkommunen die Problematik erkannt, gehandelt und Fakten geschaffen. Das Ergebnis ist bekannt. Schon wieder verlieren wir in der Gemeinde eine Arztpraxis. „Eichenzells Bürgerinnen und Bürger müssen für eine angemessene medizinische Versorgung nun längere Wege in Anspruch nehmen“ wie es der Fraktionsvorsitzende der CDU/CWE Herr Joachim Bohl“ so treffend in seiner Pressemitteilung formulierte.
    Erstaunlich ist es, dass nun plötzlich die Fraktion der CDU/CWE sehr aktiv wird. Plötzlich scheint die immer vorgeschobene med. Überversorgung in unserer Gemeinde wie ein Wunder verflogen. Plötzlich „stellt eine Zulassungsgenehmigung für Arztsitze in Eichenzell keine Hürde mehr dar“ wie BGM Rothmund zitiert wird. Auch die Möglichkeit einer Immobilie für ein sog. Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) in Eichenzell ist urplötzlich gegeben. Da muss man sich doch mit Recht fragen, warum erst jetzt???
    Die Mehrheitsfraktion in unserer Gemeinde hat sich in diesem Thema ein mehr als schlechtes Zeugnis ausgestellt und versucht nun wieder die Meinungsführerschaft zu erlangen, um ihre Fehler der Vergangenheit zu vertuschen. Sie erwarten offensichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger ihnen dieses plötzliche Umschwenken ernsthaft abnehmen.

    Helmut Gladbach
    Dalbergstr. 16
    36124 Eichenzell

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