Wie sieht die Rhön aus, wenn man sie nicht sieht?

Wann:
8. Oktober 2016 um 3:48 – 15. Oktober 2016 um 4:48 Europe/Berlin Zeitzone
2016-10-08T03:48:00+02:00
2016-10-15T04:48:00+02:00
Wo:
Obernhausen
Obernhausen 4
36129 Gersfeld (Rhön)
Deutschland

16 blinde Naturfreunde aus ganz Deutschland werden das Biosphärenreservat Rhön erwandern, um es mit ihren Sinnen zu erleben. Zur “Woche des Sehens” starten täglich 16 blinde Wanderer vom heilklimatischen Ort Obernhausen aus, um mit ihren sehenden Begleitern die Rhön mit “anderen Augen” zu genießen.

Wie liegen die zwei Seen des Guckaisees zueinander? Wie schaut das Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe aus? Was ist das Besondere am Kreuzberg? Wie lässt sich das Rote Moor “begreifen”? Warum ist die Rhön das “Land der offenen Fernen” und wie vermittle ich das blinden Wanderern? Eine präzise und exakte Beschreibung von „Gesehenem“ ist wichtig, um das Kopfkino zu aktivieren. Detaillierte 3D-Modelle von Sehenswürdigkeiten sprechen den Tastsinn an. Hören, Fühlen und riechen sind wichtige Sinne, mit denen Informationen sensibel aufgenommen werden können. Laut WHO leben in Deutschland eine Million blinde und sehbehinderte Menschen. In der Rhön gibt es jedoch für blinde und sehbehinderte Naturfreunde keine Möglichkeit, begleitete Wanderungen im Biosphärenreservat wahrzunehmen.

Das Ziel vom “Genussgasthof Fuldaquelle” (Organisator) ist, diese Lücke zu schließen und dieser Personengruppe die Rhön und ihre Natur näherzubringen. Dabei steht die “Inklusion” im Vordergrund. Speziell geschulte Service-Mitarbeiter, eine barrierefreie Homepage, Kennzeichnung der Zimmer und Speisekarten in Braille (Blindenschrift) sowie Wanderwochen gehören zur Mission des Inhabers, Thomas Brell, der einen “Genussgasthof für alle” haben möchte. Bruder Rainer Brell (48), selbst seit 27 Jahren blind: “Nachdem ich im elterlichen Betrieb den Beruf des Kochs erlernte, das Augenlicht verlor, umschulte und lange im IT-Bereich arbeitete, setze ich mich jetzt für eine inklusive Rhön ein, denn die Rhön ist auch ungesehen ein wunderbares Mittelgebirge.”

Auf den Wanderungen begleitet jeweils ein sehender Guide zwei blinde Wanderer und erzählt ihnen, was er gerade sieht. Seine beiden Mitwanderer schildern ihm ihre Eindrücke und so profitieren beide Seiten voneinander. Das ist gelebte “Inklusion”. +++

Wie sieht die Rhön aus, wenn man sie nicht sieht? Vom 8. bis 15. Oktober 2016 am Fuße der Wasserkuppe.

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Dienstag, 2. Oktober 19:00 - 0:00

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