60 jähriges Bestehen des Bläsercorps der JGV Rhön-Vogelsberg

„Musik schafft eine Verbindung in die Gesellschaft“

Jäger- und Gebrauchshundevereinigung (JGV) Rhön-Vogelsberg feierte sein 60-jähriges Bestehen.

Landrat Bernd Woide lobte am Sonntag das mittlerweile über 61 Jahre andauernde Tun des Bläsercorps der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg. Am Waldrand von Oberrode hatten sich die Musiker sowie über 150 Gäste zu einem Jubiläumsfest getroffen. „Ein herzliches Dankeschön dafür, dass Eure schöne Musik für Akzeptanz des Jagdwesens sorgt. Sie gehört zu unserer Region, ist fest verbunden mit Rhön, Vogelsberg und dem Landkreis Fulda. Danke dafür, dass Ihr diese Tradition pflegt“, führte Woide aus.

Coronabedingt konnte das 60-jährige Bestehen des Bläsercorps im vergangenen Jahr nicht stattfinden, erklärte Obmann Oliver Kottik und ging auf die Geschichte des Corps ein. „Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der damaligen Jägervereinigung im Jahr 1961 wurde beschlossen, ein Bläsercorps zu gründen. Das Ziel war es, das Blasen des Jagdhorns zu erlernen und dies in einer Gruppe gemeinsam auszuüben.“ Die Gründungsveranstaltung fand in der Gaststätte „Zum halben Mond“ in der Fuldaer Friedrichstraße statt. Bereits zwei Jahre später, im Jahr 1963, nahm das Bläsercorps mit acht aktiven Bläsern am Landeswettbewerb im Jagdhornblasen auf dem Jagdschloss Kranichstein erfolgreich teil. „Im Januar 1977 wurde erstmals im Stadtschloss Fulda zur ersten Magistratssitzung eines neuen Jahres geblasen. Bis heute wird diese schöne Tradition gepflegt und jährte sich in diesem Jahr zum 45. Mal.“ Wettbewerbe und Auftritte wie beim Hessentag 1990 in Fulda, oder der Landesgartenschau 1994 folgten.

Heute besteht das Bläsercorps aus 25 Bläserinnen und Bläsern und spielt zu den verschiedensten Anlässen, beispielsweise auf Veranstaltungen des Vereins, Geburtstagen, aber auch zu Beerdigungen auf. Die musikalische und feierliche Umrahmung der Hubertusmesse mit Jägerschlag in der Stadtpfarrkirche in Fulda oder der Hubertusmesse in der Klosterkirche am Frauenberg sind zum Ende eines Jahres immer besondere Ereignisse. Das Repertoire des Corps ist umfangreich und umfasst, neben den üblichen Jagdsignalen und Stücken, zahlreiche eigens vom ehemaligen Bläserobmann Gerd Schulz komponierte klangvolle Musikstücke.

„Zu unserer heutigen Feier haben wir befreundete Bläsergruppen eingeladen, die heute zu uns gekommen sind und uns mit ihren ausgewählten Stücken aufspielen werden“, so Obmann Oliver Kottik. Nach einem gemeinsamen Blasen der Jagdhornstücke „Begrüßung“, dem „Hubertusgruß“ und dem „Morgengruß“ stellten der Gastgeber sowie die eingeladenen Gruppen ihr Können unter Beweis. Mit dabei waren die Jagdhornbläsergruppe Giebelrain, das Parforcehorncorps Hoher Vogelsberg, das Bläsercorps des KJV Schlüchtern, Jagdhornbläsercorps Petersberg sowie JW Rotensee.

„Wenn wir Jagdhörner hören, ist das Gänsehaut pur“, beschrieb Dr. Rudolf Leinweber, erster Vorsitzende der Jäger- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg, das Gehörte. „Bei allen Anlässen sind unsere Bläserinnen und Bläser im Einsatz. Ich danke Euch herzlich für Euer Engagement. Ich freue mich sehr über unsere starke Gruppe und ihr 61-jährige Bestehen

Durch das Bläsercorps werden jagdliche Tradition und jagdliches Brauchtum gepflegt, gefördert und aufrechterhalten. +++ pm

Coronadaten

Letzte Aktualisierung: 06.10.2022, 05:22 Uhr
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