3,65-Millionen-Euro-Projekt für den Trinkwasserschutz

Offizielle Inbetriebnahme durch den Verbandsvorsitzenden des Abwasserverbandes Fulda

Millioneninvestition in den Trinkwasserschutz. Foto: Stadt-Fulda

Mit der Fertigstellung der Kanäle und des Regenrückhaltebeckens im Bereich des „Lanneshofweges“ in Künzell sind die umfangreichen Baumaßnahmen zum Schutz des dortigen Trinkwasserbrunnens abgeschlossen. Im Rahmen der Schutzgebietsausweisung des für die Wasserversorgung Künzells sehr wichtigen Brunnens wurde bei den geologischen Untersuchungen festgestellt, dass der Grezzbach im Bereich der jetzt durchgeführten Baumaßnahmen Wasser in den Untergrund abgibt und somit eine Verunreinigung des Brunnens potentiell zu befürchten ist.

Unter Federführung des Abwasserverbandes Fulda wurden mit der Gemeinde Künzell und Hessen Mobil Maßnahmen zum Schutz geplant und baulich umgesetzt. Die fertiggestellten Kanäle und Bauwerke haben zum Ziel, dass dem Brunnen keine Regenwasserabflüsse von verunreinigten Flächen aus dem Einzugsgebiet des Grezzbaches mehr zufließen können.

Bereits in den Jahren 2010-2011 wurden die Maßnahmen im 1. Bauabschnitt mit der Erschließung des Gewerbegebietes „Am Weinstrauch“ fertiggestellt. Hierzu gehören ein Regenrückhaltebecken mit einem Nutzvolumen von 4.150 Kubikmeter sowie ein Kanal unter der Bundesautobahn A 7 und der Ableitungssammler in die Ortslage Künzell. Mit Fertigstellung des 2. Bauabschnittes in diesem Jahr wurde durch das Regenrückhaltebecken am „Lanneshofweg“ ein Rückhaltevolumen von insgesamt 7.000 Kubikmeter geschaffen und 2.300 Meter Kanal in den Dimensionen DN 400 bis DN 1200 westlich der Autobahn und entlang des Grezzbaches bis in die Ortslage Künzell verlegt.

„Durch die Baumaßnahmen wird nicht nur der wichtige Trinkwasserbrunnen „Künzell“ geschützt. Das nun geschaffene Speichervolumen puffert zusätzlich die Wassermassen aus den angeschlossenen Flächen bei Starkregenereignissen. Die Überflutungsrisiken in Künzell werden gemindert und in Anbetracht der immer extremer werdenden Wetterlagen das Schutzniveau erhöht“, erläuterte der Verbandsvorsitzende des Abwasserverbandes Fulda, Stadtbaurat Daniel Schreiner.

Die Kosten des Gesamtprojektes seit 2010 belaufen sich auf insgesamt 3,65 Millionen Euro und werden anteilig von der Gemeinde Künzell, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Hessen getragen. Bürgermeister Zentgraf und Stadtbaurat Schreiner waren sich einig: „Ohne die Mitfinanzierung durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Hessen wäre dieses Vorhaben zum Schutz des Trinkwasserbrunnens Künzell nicht zu stemmen gewesen“, und richteten ihren ausdrücklichen Dank hierfür stellvertretend an den Regionalbeauftragten von Hessen Mobil, Ulrich Hansel, sowie dessen Mitarbeiter.

Der Stadtbaurat und der Bürgermeister lobten die nun fertiggestellten Bauwerke als weiteres Vorzeigeprojekt einer gelungenen kommunalen Zusammenarbeit mit der Straßenbauverwaltung unter der Federführung des Abwasserverbandes Fulda. Sie bedankten sich bei allen am Projekt Beteiligten, insbesondere den Baufirmen, den Ingenieurbüros und nicht zuletzt bei den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. +++

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