2,05 Millionen Haushalte laut Armutsbericht überschuldet

Armut in Deutschland

Berlin. Die Zahl der überschuldeten Personen und Haushalte in Deutschland ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen: Laut Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung galten 2015 insgesamt 2,05 Millionen Haushalte als überschuldet (4,17 Millionen Personen), berichtet die „Bild“. 2013 hatte die Zahl der überschuldeten Haushalte bei 1,97 Millionen gelegen. „Ein Trend, nach dem seit 2006 ein stetiger Anstieg zu verzeichnen ist, setzt sich fort“, zitiert die Zeitung aus dem Bericht. Grund für die Überschuldung sei immer öfter „Einkommensarmut“. Wie das Blatt weiter schreibt, gibt es bundesweit 335.000 Menschen ohne festen Wohnsitz. Damit ist die Zahl der Wohnungslosen laut dem Bericht seit 2006 um rund 80.000 gestiegen.

Riexinger: Hauptgrund für private Verschuldung ist Einkommensarmut

Der Parteivorsitzende der Linkspartei Bernd Riexinger hält Einkommensarmut für den Hauptgrund für private Verschuldung in Deutschland. „Acht Millionen Menschen leben an der Armutsgrenze, vier Millionen Menschen sind verschuldet“, sagte Riexinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein armutsfester Mindestlohn von zwölf Euro sei zwingend nötig, um existenzsichernde Lebensumstände zu garantieren und Verschuldung zu verhindern. „Eine Regierung, die Arbeit eklatant stärker besteuert als Kapitalbesitz, handelt verantwortungslos und versündigt sich am Gemeinwohl.“ Laut dem Entwurf des Armuts- und Reichstumsberichts der Bundesregierung sind 4,17 Millionen Erwachsene in Deutschland überschuldet. +++


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