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Berliner Pokerturnier war nicht mit Glücksspielstaatsvertrag vereinbar

Berlin (fdi) - Das Pokerturnier, bei dem im Berliner Hotel Grand Hyatt am vorvergangenen Samstag vier maskierte Räuber 242.000 Euro erbeuteten, war in anderen Bundesländern offenbar unerwünscht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". So habe die nordrhein-westfälische Aufsichtsbehörde eine Wiederholung des 2009 in Dortmund ausgetragenen Wettbewerbs verhindert.

Auch in Niedersachsen hätte das zuständige Innenministerium ein solches Turnier abgelehnt, weil es nicht mit dem Glücksspielstaatsvertrag vereinbar sei. Hintergrund ist, dass die European Poker Tour vom Internetanbieter "Pokerstars" gesponsert wird, der in Deutschland illegale Glücksspiele betreibt. Ein Teil der Kandidaten hatte sich für das Berliner Turnier über illegale Spiele im Netz qualifizieren können. In der Hauptstadt sei das Event mit einem Kniff ermöglicht worden: Grundsätzlich ist Pokerspiel mit hohen Einsätzen nur in zugelassenen Spielbanken mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen erlaubt. Die Spielbank Berlin sei daher zum alleinigen Veranstalter und das Grand Hyatt zum "zeitweiligen Spielbankstandort" erklärt worden.

Die Berliner Polizei hat die Festnahme eines Verdächtigen in dem Raubüberfall auf ein Pokerturnier vom vergangenen Samstag bestätigt. Wie ein Sprecher der Polizei heute Morgen mitteilte, sei der Mann gestern Abend gegen 21 Uhr festgenommen worden. Das Amtsgericht Tiergarten habe zuvor auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den Verdächtigen einen Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes erlassen. Im Anschluss an die Festnahme hätten Ermittler zwei Wohnungen in Berlin durchsucht. +++

(dts)

 

Drucken | special | 13.03.2010, 10:48 Diese Meldung weiterempfehlen



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