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Rabbinerkonferenz fordert Legalisierung religiöser Beschneidungen

Berlin. Der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz in Deutschland, Henry G. Brandt, hat die Bundesregierung aufgefordert, die religiös motivierte Beschneidung von Kindern gesetzlich zu erlauben. In einem Gastbeitrag für "Bild am Sonntag" schreibt Brandt: "Verantwortungsbewusste Beschneidungen müssen weitergehen dürfen - vollkommen legal und gesetzlich abgesichert. Es reicht nicht, Beschneidung lediglich straffrei zu stellen. Nur so kann Religionsfreiheit in Deutschland glaubwürdig Bestand haben!" Scharf kritisierte der Rabbiner das Kölner Landgericht, dass Beschneidungen als strafbare Körperverletzungen eingestuft hatte: "Ich möchte den Kölner Richtern keinerlei niedrige Motive unterstellen. Es gibt eben auch schlechte und falsche Urteile. Recht ist beileibe nicht immer auch Gerechtigkeit." Brandt betonte die Bedeutung von Beschneidungen für verschiedene Glaubensrichtungen: "Im Judentum sowie im Islam ist jedoch die Beschneidung von Knaben fundamental. Schon seit etwa 3.000 Jahren ist sie für Juden das Zeichen des Bundes zwischen Gott und dem Volk Israel. Es ist ein Eckstein unserer Religion." +++ fuldainfo

   

15.07.2012, 05:47 | fdi/dts/ots


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