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Konzerne sehen sich zu Unrecht am Steuer-Pranger
 Berlin. Die Konzerne in Deutschland wehren sich gegen den Vorwurf, sie würden zulasten der Gesellschaft exzessiv Steuern sparen. "Viele steuerliche Anreize sind von den beteiligten Staaten eingeführt und von der EU mit dem Ziel der Wirtschaftsförderung strukturschwacher Gebiete abgesegnet worden", sagte Ullrich Fechner, langjähriger Steuerabteilungsleiter bei Boehringer Ingelheim. "Und jetzt werden sie als illegitime Ausnutzung von Steuerschlupflöchern bezeichnet", sagte er dem "Handelsblatt".
Aktionäre: Deutsche-Bank-Chefs sollen Boni zurückzahlen
 Frankfurt/Main. Im Vorfeld der Hauptversammlung der Deutschen Bank an diesem Donnerstag machen Aktionäre ihrem Ärger Luft. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) fordert, dass die Vorstände der Deutschen Bank angesichts der vielen Skandale ihre Boni zurückzahlen sollten. "Banker sollten ihre Boni zurückzahlen müssen, wenn sich Geschäfte als verlustreich herausgestellt haben. Das gilt nicht nur für Mitarbeiter in der zweiten Reihe, sondern auch für Vorstände", sagt DSW-Vertreter Klaus Nieding im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung".
Bericht: Karstadt bricht der Umsatz weg
 Essen. Die Krise beim Essener Warenhauskonzern Karstadt spitzt sich weiter zu. Das belegen Zahlen aus Unternehmenskreisen, die dem "Handelsblatt" vorliegen: Betrug der Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 noch rund 3,2 Milliarden Euro, waren es 2011/12 nur noch 3,1 Milliarden Euro. Und in dem seit Oktober laufenden aktuellen Geschäftsjahr erzielte der Konzern bis Ende April nur noch rund 1,8 Milliarden Euro Umsatz das sind zehn Prozent weniger als im gleichen Zeitraum zuvor.
Bundesbank-Vorstand: Manipulation von Referenzzinsen härter ahnden
 Frankfurt/Main. Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret hat sich für ein härteres Vorgehen gegen Manipulationen von Referenzzinssätzen ausgesprochen. "Die Manipulation von Referenzzinssätzen ist alles andere als ein Kavaliersdelikt", sagte er dem "Handelsblatt". "Insofern begrüße ich ausdrücklich entsprechende Initiativen auf europäischer Ebene, solche Vergehen künftig unter Strafe zu stellen", fügte Dombret hinzu. Dass die bisherigen Referenzzinssätze wie Libor und Euribor anfällig für Manipulationen seien, erklärte Dombret damit, dass sie nicht auf der Grundlage von tatsächlich abgeschlossenen Geschäften ermittelt würden, sondern - zumindest zurzeit - auf Schätzungen bei Banken beruhten.
Kartellamt rechnet mit längeren Ermittlungen gegen ''Kartoffel-Kartell''
 Bonn. Das Bundeskartellamt erwartet, dass die zu Beginn des Monats aufgenommenen Ermittlungen gegen Kartoffel-Großhändler mindestens bis 2014 hinziehen. In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt: "Die Ermittlungen werden sicher noch über das Ende dieses Jahres hinausgehen." Es müssten zunächst Tausende von Daten und Emails gesichtet und ausgewertet werden. Danach würden die Betroffenen vernommen. "Das muss sorgfältig und gerichtsfest aufgearbeitet werden - das braucht seine Zeit", erklärte Mundt.
Telekom droht Ärger um Festnetzanschlüsse
 Bonn. Der Telekom steht nach dem Streit um die Flatrate-Begrenzung offenbar neuer Ärger ins Haus. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtete, stoßen Pläne des Konzerns, "unwirtschaftliche Neubaugebiete" und ländliche Räume aus Kostengründen nicht mehr ans Telefon-Festnetz anzuschließen, auf erhebliche Vorbehalte bei der Bundesnetzagentur. Demnach will das Unternehmen das Festnetz künftig in aus seiner Sicht unrentablen Baugebieten durch drahtlose Telefonanschlüsse ersetzen, also durch Mobilfunktechnik.
Bericht: Kunden laufen Sturm gegen Kreditpraxis der Banken
 Berlin. Die Kunden laufen Sturm gegen die Kreditpraxis der Banken: Die Ombudsstellen der Finanzbranche verzeichnen nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" einen deutlichen Anstieg der Beschwerden über Darlehensverträge. 33 Prozent aller im vergangenen Jahr an die Schlichter herangetragenen Streitfälle drehten sich demnach um dieses Thema. Ein Jahr zuvor seien es lediglich 20 Prozent gewesen, schreibt die Zeitung. Damit rangierte das Kreditgeschäft 2012 bei den Beschwerden vor dem Wertpapiergeschäft, dem Spitzenreiter der Vorjahre.
Bundesbank-Chef mag den Euro noch immer
 Frankfurt/Main. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann weist mit Nachdruck angebliche Vorwürfe aus der Europäischen Zentralbank zurück, seine Bank sei ein Gegner des Euro. Weidmann sagte "Bild am Sonntag": "Kritik an der Ausgestaltung einzelner Rettungsmaßnahmen bedeutet doch nicht, dass man den Euro abschaffen will. Im Gegenteil: Für die Bundesbank gilt, dass wir den Euro erhalten wollen und zwar als stabile Währung." Zu Äußerungen aus der EZB, in der Bundesbank gebe es Euro-Gegner sagte Weidmann: "Es befremdet mich, wenn versucht wird, eine offene Diskussion über den richtigen Weg aus der Krise durch solch haltlose Unterstellungen auf eine unsachliche Ebene zu bringen."
Rekordbeschäftigung für Akademiker
 Berlin. Die gute wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Nachfrage nach Akademikern auf ein Rekordniveau getrieben. Zwischen 2001 und 2011 stieg die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Gruppe um 2,5 Millionen oder knapp 50 Prozent auf 7,7 Millionen. Dies geht aus einer neuen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern beträgt trotz eines geringen Anstiegs nur 2,4 Prozent. Damit herrscht nach gängiger Definition Vollbeschäftigung. Für ungelernte Arbeitskräfte liegt der Wert dagegen bei fast 20 Prozent.
Magazin: Karstadt-Chef Jennings droht mit Abbau von bis zu 1.000 Jobs
 Essen. Karstadt steht offenbar unter gewaltigem finanziellem Druck: Bei dem Treffen mit rund 300 Betriebsräten machte Konzern-Chef Andrew Jennings am Montag vergangener Woche klar, zum Ausstieg aus der Tarifbindung gebe es keine Alternative. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Müsste der Konzern in diesem und im nächsten Jahr die anstehenden Tariferhöhungen zahlen, wären im Gegenzug weitere 800 bis 1.000 Vollzeitstellen abzubauen, drohte Jennings.
Tennet bietet Bürgern finanzielle Beteiligung am Stromnetzausbau
 Bayreuth. Um die Akzeptanz neuer Hochspannungstrassen bei den betroffenen Anwohnern zu erhöhen, geht der Stromnetzbetreiber Tennet jetzt neue Wege. Nach Informationen der "Welt" aus dem Unternehmen will Tennet der Bevölkerung im westlichen Schleswig-Holstein ab Juni anbieten, in die Bürgeranleihe Westküstenleitung zu investieren und sich damit finanziell an den Erlösen des deutschen Netzausbaus zu beteiligen. Die Trasse von Niebüll über Husum, Heide bis nach Brunsbüttel werde damit zur ersten deutschen "Bürgerleitung", heißt es bei Tennet.
2012 mehr Ausbildungsplätze als Bewerber
 Berlin. Der aktuelle Berufsbildungsbericht zieht eine positive Bilanz des Ausbildungsjahres 2012: erneut standen mehr Ausbildungsstellen zur Verfügung als Bewerberinnen und Bewerber, teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung mit. Zugleich stieg der Fachkräftemangel. Im Ausbildungsjahr 2011/2012 wurden 551.272 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Zum fünften Mal hintereinander gab es mehr unbesetzte Ausbildungsplätze (33.275) als unversorgte Bewerber (15.650).
Arbeitnehmervertreter warnen: Tausende Beschäftigte von Vodafone-Umbau betroffen
 Düsseldorf. Das Kostenkürzungsprogramm beim Mobilfunkanbieter Vodafone in Deutschland nimmt weit größere Ausmaße an als bisher bekannt und dürfte bis zu 5.000 Mitarbeiter betreffen. Das berichtet das "manager magazin" in seiner neuesten Ausgabe die am 17. Mai erscheint. Demnach plant der Konzern, fast die Hälfte seiner bundesweit über 200 eigenen Shops mit insgesamt 1.300 Mitarbeitern zu schließen und die Gehälter in den Vodafone-Läden zu kürzen. Auch der Stellenabbau in der Vodafone-Zentrale könnte über die bereits vom Konzern mitgeteilten 500 Arbeitsplätze hinausgehen, berichtet das Wirtschaftsmagazin weiter.
Opel-Chef Neumann gegen größere China-Offensive
 Rüsselsheim. Der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat sich gegen eine größere China-Offensive des Autoherstellers ausgesprochen. Die amerikanische Mutter General Motors erlaube den Verkauf von Opel-Modellen in der Volksrepublik zwar, sagte Neumann dem "Manager Magazin". Es ergebe für Opel aber "nicht den geringsten Sinn, sich jetzt mit Verve in ein chinesisches Abenteuer zu stürzen". Die Rüsselsheimer hatten die vergangenen Jahre jeweils mit hohen Verlusten abgeschlossen. Kritiker monieren, Gewinn sei für Opel nur bei einem stärkeren Engagement auf dem rasant wachsenden chinesischen Markt realistisch.
SMA Solar rutscht tiefer in die roten Zahlen - Weiterer Personalabbau
 Niestetal. Die SMA Solar Technology AG verkaufte im ersten Quartal 2013 Solar-Wechselrichter mit einer Leistung von 1,2 Gigawatt und erzielte 212,3 Mio. Euro Umsatz. Im ersten Quartal 2012 waren es 405 Mio. Euro. Der Umsatz lag innerhalb der eigenen Prognose von 190 Mio. Euro bis 220 Mio. Euro. Der Auslandsanteil erhöhte sich auf 67,5 Prozent vom Umsatz. Wesentliche Wachstumsimpulse gingen im ersten Quartal 2013 von den USA, Japan, Australien und Thailand aus. Förderkürzungen in wichtigen europäischen Märkten, die weiterhin ungelöste Schuldenkrise sowie mögliche Strafzölle auf chinesische Module in Europa wirkten sich negativ auf die Nachfrage nach Solar-Wechselrichtern aus.
Gewerkschaftsmitglieder kritisieren IG-Metall-Abschluss
 München. Nach dem Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie hagelt es Kritik von der Basis. Noch in der Nacht kommentierten dutzende Mitglieder auf der Facebook-Seite der IG Metall den Abschluss als "Abzocke" und drohten mit Austritt. "Es ist wirklich kein Wunder dass die Arbeitgeber über die IGM nur noch müde lächeln", schrieb ein Nutzer. "Wir als gewerkschaftliche Vertreter an der Basis können es unseren Kollegen nicht erklären, ich schäme mich mit so einem Ergebnis in der Mannschaft aufzutreten", schrieb ein Betriebsrat.
90.000 Benzindiebe an deutschen Tankstellen
 Berlin. Immer mehr Autofahrer tanken an der Zapfsäule, ohne für das Benzin zu zahlen. Der "Tankbetrug" nahm im vergangenen Jahr erneut zu - um 5,5 Prozent auf 89.769 polizeilich erfasste Fälle. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2012 hervor, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) heute vorstellen wird und die der "Welt" vorab vorliegt. Ein Grund für den Spritklau waren die Rekordpreise für Benzin und Diesel im vergangenen Jahr.
Karstadt-Krise: SPD und Grüne fordern Bundesregierung zum Handeln auf
 Berlin. Die vom Warenhauskonzern Karstadt angekündigte zweijährige "Tarifpause" sorgt für massive Empörung in der Politik. Auf Kritik stoßen bei SPD und Grünen vor allem Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Soziale Marktwirtschaft bedeute Tarifautonomie und Tarifbindung. "Wenn Karstadt hier jetzt ausschert, ist das verantwortungslos und unfair gegenüber der Belegschaft", sagte der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, "Handelsblatt-Online".
EU will Inhaber großer Kontoguthaben angeblich besser schützen
 Brüssel. Die EU-Kommission will nach Informationen des "Handelsblatts" nicht nur kleine Sparer vor den Folgen von Bank-Pleiten schützen, sondern auch wohlhandende Anleger. Die Garantie für Sparkonten bis zu 100.000 Euro reiche nicht aus, hieß es in EU-Kommissionskreisen, so die Zeitung. Wenn die Inhaber größerer Konten bei einer Schieflage ihrer Bank um ihre Einlagen fürchten müssten, dann würden sie womöglich die Schalter stürmen und ihre Konten räumen. Um diese Gefahr auszuschließen, müssten es eine "Präferenz" für alle Einleger geben.
Schätzung: Niedrigzins lässt deutsche Ersparnisse 2013 um 14 Milliarden schrumpfen
 Berlin. Die historisch niedrigen Zinsen führen bei deutschen Sparern in diesem Jahr zu einem realen Vermögensverlust in zweistelliger Milliardenhöhe. Wie die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf eine Schätzung der Postbank berichtet, verlieren die Bankeinlagen der privaten Haushalte 2013 unter dem Strich rund 14 Milliarden Euro an Wert. Grund sei die im Vergleich zu den Zinsen hohe Inflationsrate, sagte Postbank-Chefstratege Marco Bargel der Zeitung. Er bezeichnete das Minus als "kräftige Vermögensvernichtung", die langfristig Schaden anrichte.
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