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Finanzierungsvertrag für Bahnhof Hünfeld übergeben

Hünfeld. Der Bahnhof Hünfeld wird barrierefrei ausgebaut und modernisiert. Florian Rentsch, Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, übergab heute den Finanzierungsvertrag für die Modernisierung und die barrierefreie Erschließung des Bahnhofs an die erste Stadträtin und Vertreterin von Bürgermeister Fennel, Monika Mihm  und Susanne Kosinsky, Leiterin des Regionalbereichs Mitte der DB Station&Service AG. Die Gesamtinvestition beträgt rund 5 Millionen Euro. Baubeginn ist im September 2012. Die Arbeiten sollen bis zum Sommer 2014 abgeschlossen werden.

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Bei der Übergabe im Bahnhof Hünfeld.

 © fuldainfo -  foto: norbert hettler-foto-video-service-fulda

"Wesentliche Voraussetzung für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr sind überschaubare, kundenfreundliche und vor allem barrierefreie Bahnhöfe", sagte Hessens Verkehrsminister Florian Rentsch bei der Übergabe. Im August vergangenen Jahres hatten das Land Hessen und die DB AG eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. In dem Vertrag sind insgesamt 64 Maßnahmen enthalten, die DB Station&Service in eigener Regie, aber mit Unterstützung des Landes, der Verkehrsverbünde sowie der Städte und Gemeinden umsetzen möchte. Zu diesen Projekten gehört auch der Hünfelder Bahnhof. "Bahnhöfe sind Schnittstellen zwischen Bus, Bahn und Individualverkehr. Deshalb sind Investitionen in Bahnhöfe ein wichtiger Bestandteil hessischer Mobilitätspolitik, erklärte der Minister.

Von der Station Hünfeld aus lassen sich die Städte Fulda und Kassel sehr gut erreichen. Daher hat der Bahnhof sowohl für Berufspendler als auch für Umsteiger zum Fernverkehr eine große Bedeutung. Die vorhandenen Bahnsteiganlagen und -zugänge befinden sich derzeit in einem baulich sehr schlechten Zustand und sind nicht barrierefrei ausgestaltet. Die Modernisierung des Bahnhofs sieht die Erhöhung der Bahnsteige von gegenwärtig 30 bis 38 Zentimeter auf 55 Zentimeter vor. Hierdurch wird der Einstieg in die Züge für Rollstuhlfahrer, Personen mit Kinderwagen oder Reisende mit Gepäck erheblich erleichtert. Auf den Bahnsteigen entstehen neue Wetterschutzhäuser und Überdachungen, in den Bodenbelag werden taktile Leitelemente für Sehbehinderte eingelassen. Rollstuhlgerechte Rampen verbinden die Bahnsteige mit der neuen Personenunterführung, die auch von Fahrradfahrern genutzt werden kann.

Auch für die Stadt Hünfeld hatte Minister Rentsch einen Förderbescheid dabei. Für die Beseitigung des Bahnübergangs Haunestraße und die Herstellung der Personenunterführung, übergab Rentsch an Monika Mihm einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 960.000 Euro. An der 4.177.793 Euro teuren Eisenbahnkreuzungsmaßnahme beteiligen sich neben dem Land Hessen, die DB Netz AG, die Stadt und der Bund. "Den Bahnübergang Haunestraße passieren täglich rund 340 Züge, was zu langen Schließzeiten führt. Wegen des nahegelegenen Bahnhofs besteht die Gefahr, dass Fußgänger oder Radfahrer gefährliche Querungen der Gleise riskieren, um ihren Zug zu erreichen", so der Minister. Nach Fertigstellung der Maßnahmen wird der Bahnübergang geschlossen und zurückgebaut. Als Sicherung gegen das Befahren bzw. Betreten der Gleisanlage werden Schutzplanken und ein Zaun entlang der Strecke installiert.

Fußgänger und Radfahrer nutzen künftig die Unterführung am Bahnhof, der motorisierte Verkehr den Bahnübergang Breitzbacher Weg oder die Straßenüberführung Am Kornhaus. Auf der Westseite der Bahn wird die Verbindung zu diesen vorhandenen Kreuzungsstellen 4 Meter breit ausgebaut. Der Umbau der Bahnsteige und Bahnsteigzugänge soll voraussichtlich im September dieses Jahres beginnen und bis April 2014 abgeschlossen sein. Die Arbeiten am Bahnübergang Haunestraße konnten aufgrund eines zur Verfügung gestellten Vorsorgebescheides bereits Anfang des vergangenen Jahres beginnen und sollen bis Dezember 2012 andauern.

Die Baumaßnahmen im Einzelnen: Der Mittelbahnsteig an Gleis 2/3 wird auf einer Länge von 280 Metern auf eine bequeme Einstiegshöhe von 55 Zentimetern ausgebaut und mit einer Treppe und einer behindertengerechten Rampe an die bereits neu gebaute Personenunterführung angeschlossen. Der zweite Mittelbahnsteig wird zum Außenbahnsteig umgebaut und dazu auf der Seite von Gleis 4 auf einer Breite von 2,75 Metern und ebenfalls auf einer Länge von 280 Metern auf die Einstiegshöhe von 55 Zentimetern ausgebaut und mit einer Treppe und einer behindertengerechten Rampe an die neu gebaute Personenunterführung angeschlossen. Damit wird insbesondere Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, aber auch Reisenden mit Gepäck oder Kinderwagen das Reisen mit der Bahn erleichtert.

Die Überdachungen und die Beleuchtungen am Empfangsgebäude sowie der Bahnsteige 2/3 und 4 werden erneuert bzw. neu gebaut, auf den Mittel- und Außenbahnsteigen werden zusätzlich Fahrgastunterstände errichtet, die den Reisenden als Wetterschutz dienen können. Nach der Anbindung der neuen Bahnsteige an die neue Personenunterführung wird die nicht mehr benötigte alte Unterführung einschließlich der Treppenanlagen zurückgebaut bzw. verfüllt.

Die Modernisierung des Bahnhofes Hünfeld ist ein Bestandteil der im August 2011 abgeschlossenen Rahmenvereinbarung "Hessen". Das Programm enthält für die Gesamtvertragslaufzeit bis 2019 in Summe 93 Infrastrukturmaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 258 Millionen Euro. Davon trägt die DB Station&Service AG 129 Millionen Euro und das Land Hessen rund 84 Millionen Euro. Des Weiteren ist vorgesehen, dass die Verkehrsverbünde RMV und NVV als Aufgabenträger zusammen mit den Kommunen rund 45 Millionen Euro tragen. +++ fuldainfo

01-08-2012, 18:29:00 | fdi/ots/dts

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