| Jeder Hesse ''zahlte'' 300 Euro für die Sozialhilfe |
| Wiesbaden. Im Jahr 2011 wurden in Hessen netto gut 1,8 Milliarden Euro für die Sozialhilfe (ohne Leistungen für Asylbewerber) ausgezahlt. Die Ausgaben lagen nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes damit um gut vier Prozent höher als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch wandte somit jeder Hesse 300 Euro (2010: 288 Euro) auf. Regional gab es erhebliche Unterschiede. Die höchsten Ausgaben pro Einwohner hatte die Stadt Frankfurt am Main mit 309 Euro (2010: 292 Euro), die niedrigsten der Odenwaldkreis mit 82 Euro (2010: 73 Euro). Die kreisfreien Städte waren je Einwohner stärker belastet als die Landkreise. |
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Mit 52 Prozent stellte die Eingliederungshilfe behinderter Menschen die größte Ausgabenposition dar. Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung umfasste 21 Prozent. Für die Hilfe zur Pflege wurden 14 Prozent und für die Hilfen zur Gesundheit gut vier Prozent aufgewandt. Sieben Prozent entfielen auf die Hilfe zum Lebensunterhalt und gut ein Prozent auf sonstige Hilfen in besonderen Lebenslagen.
Bei den verschiedenen Hilfearten gab es unterschiedliche Entwicklungen. Mehraufwendungen erfolgten für die Eingliederungshilfe behinderter Menschen (plus 3,3 Prozent), für die Hilfe zum Lebensunterhalt und für die Hilfe zur Pflege (4,9 bzw. 5,5 Prozent) sowie für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (plus 7,9 Prozent). Dagegen sanken die Ausgaben für Hilfen zur Gesundheit (minus 0,9 Prozent) sowie für die sonstigen Hilfen (minus 5,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr.
Rund 48 Prozent der Leistungen wurden von den örtlichen Trägern und 52 Prozent vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) als überörtlichem Träger gezahlt. Der LWV ist hauptsächlich für die Eingliederungshilfe behinderter Menschen zuständig. +++ fuldainfo
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26-07-2012, 06:58:00 | fdi/ots/dts |
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