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Organspende-Skandal: Stärkere Kontrollen im Spendesystem gefordert

Berlin. Angesichts des Skandals um manipulierte Patientendaten bei Organspenden an der Uni-Klinik Göttingen fordern die Grünen eine stärkere Kontrolle des Organspendesystems. "Der Fall zeigt, dass es im Bereich der Organtransplantation erhebliche Kontrolldefizite gibt", sagte die pflege- und altenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Elisabeth Scharfenberg, der Tageszeitung "Die Welt" laut Vorabmeldung. Diese Defizite hätten "auch strukturelle Ursachen", fügte Scharfenberg hinzu: "Die Politik muss sich nun zügig mit der Frage befassen, ob die Regelungen zur Zuteilung von Spenderorganen zum einen manipulationssicher sind und zum anderen ihre Befolgung ausreichend kontrolliert wird."

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Wird der Vorfall Auswirkungen auf die Spenderbereitschaft haben?

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Die Grünen seien "fassungslos, wie einfach es offensichtlich ist, das Organspendesystem grundlegend zu manipulieren - zum Schaden von schwer kranken Patientinnen und Patienten, die dringend auf ein Spenderorgan warten." Scharfenberg forderte "die schnellstmögliche und lückenlose Aufklärung dieses unglaublichen Vorgangs in Göttingen. Denn das ohnehin labile Vertrauen der Bevölkerung in die Organspende insgesamt droht schwersten Schaden zu nehmen."

Lauterbach fordert "abschreckende" Strafen

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich im mutmaßlichen Organspendeskandal an der Universitätsklinik Göttingen für drastische Maßnahmen ausgesprochen. "Wenn die Vorwürfe zutreffen, dann müssen die Gerichte die Verantwortlichen sehr hart und abschreckend bestrafen", sagte Lauterbach den Zeitungen der WAZ-Gruppe für die morgige Ausgabe. Er sprach von einem "krassen Einzelfall", der sich in Göttingen zugetragen haben soll. "Hier haben weder die Ärztekammer noch die Göttinger Uniklinik versagt", sagte Lauterbach weiter. "Wenn Laborwerte gefälscht werden, ist das durch Kontrolle nicht in den Griff zu bekommen. Man muss sich auf die Ehrlichkeit der Handelnden verlassen. Man kann nicht anfangen, Laborwerte zu kontrollieren, das ist schlicht nicht möglich." +++ fuldainfo

20-07-2012, 15:50:00 | fdi/ots/dts

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