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Trägt die Abhängigkeit zwischen der Stadt Fulda und der Fuldaer Zeitung neue Früchte?

Fulda. Dass die Stadt Fulda mit dem Parzeller Verlag / der Fuldaer Zeitung (FZ) aufs Engste verbandelt ist, pfeifen die Tauben schon lange vom Dach und ist von daher kein Geheimnis mehr. Allwöchentlich können die Bürgerinnen und Bürger dieses inzwischen sogar mit den für ca. 100.000 Euro im Jahr gekauften "Stadtseiten" in der FZ selbst in Augenschein nehmen. Als eine in höchstem Maße "tragische Vermischung von Politik und Presse" wird dies von kritischen Journalisten und Politikern gesehen.

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Die Stadt Fulda stößt am liebsten mit der einzigen osthessischen, Abonnenten finanzierten, regionalmonopolistischen Tageszeitung an.
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Hiermit wie anderswo wird schon einmal für die Belange des Verlages einiges gerade gerückt. So anscheinend auch für das geplante Oktoberfest von Getränke Heurich, der Kulmbacher Brauerei und der Fuldaer Zeitung auf dem "Messe-Gelände" der Stadt Fulda, der "Fulda-Galerie". Die Idee hierfür hatte jedoch zu allererst der Künzeller Veranstalter GME-Events. Er nämlich hatte im September 2011, per e-Mail, die Zusage von der Stadt Fulda für eine "O´zapft is`-Gaudi" für den 22. September erhalten. Und nun scheint die Stadt dem Parzeller Verlag den Vorzug gegeben zu haben. Eine sehr fragwürdige Entscheidung, wie es scheint!

Wie GME-Geschäftsführer Günter Meystädt erklärte, will er die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fuldaer Hochstift-Brauerei auf jeden Fall durchziehen und hofft auf eine Einigung. Hier aber sieht Meystädt die Stadt in der Pflicht, da er gemeinsam mit der Hochstift-Brauerei vor den Planungen des o. g. Verlages seine Oktoberfest-Pläne vorgestellt hatte. Bereits im September 2011 hatte die Künzeller Agentur GME-Event entsprechende Anträge gestellt und von dem Stadtmarketing der Stadt eine verbindliche und glasklare Zusage bekommen. Daraufhin hatte GME-Geschäftsführer Günter Meystädt die ersten Künstler für "Mal locker - O´zapft is - Hessens großes Oktoberfest" gebucht. So sollen u.a. Mark Ashley, "Die Traumprinzen" und Jacky auftreten. Mit weiteren Künstlern wird verhandelt.

Der zugesicherte Vertrag der Stadt allerdings ist bei dem Veranstalter noch nicht eingegangen. Nachdem Meystädt mehrmals nachgefragt hatte, erhielt er eine e-Mail von der Stadt (der Mailverkehr liegt fuldainfo vor), indem mitgeteilt wurde, dass "die Anwohner keine zusätzliche Party" bräuchten. Im September würde nämlich bereits das "Oktoberfest von Getränke Heurich, der Kulmbacher Brauerei und der Fuldaer Zeitung" ausgerichtet. Diese Veranstaltung ist der Stadt anscheinend wichtiger, zumal die Schirmherren der "FZ-Fulda-Wiesn" Landrat Bernd Woide und Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller sind.

Meystädt will diese Vorgehensweise der Stadt nicht akzeptieren, er möchte die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Fuldaer Hochstift-Brauerei auf jeden Fall durchziehen. Wie aus den Mails mit dem Stadtmarketing ersichtlich, scheint man nun zumindest an einer Lösung interessiert zu sein. +++ fuldainfo

Siehe auch: Politik macht Zeitung – Zeitung macht Profit

13-07-2012, 07:00:00 | fdi/ots/dts

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