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Eurocopter will Kampfhubschrauber Tiger für Afghanistan fristgerecht ausliefern
Berlin. Der Helikopterhersteller Eurocopter will die acht Kampfhubschrauber vom Typ "Tiger" für die deutschen Truppen in Afghanistan ohne Verzögerungen ausliefern. "Wir erfüllen den Vertrag und liefern fristgerecht aus", sagte Eurocopter-Chef Lutz Bertling im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Welt". Die erste Tranche von vier Hubschraubern soll von Juli bis September, die zweite ab Dezember 2012 an das Verteidigungsministerium übergeben werden. Ob die Tiger noch 2012 in Afghanistan zum Einsatz kommen oder, wie es aus Militärkreisen heißt, erst im kommenden Jahr, sei aber nicht Sache von Eurocopter, betonte Bertling.

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"Die Entscheidung, wann die Hubschrauber nach Afghanistan gebracht werden, liegt auf Seiten des Kunden. Eine entsprechende Beurteilung steht mir als Vertreter der Industrie nicht zu." Kritik in Richtung Eurocopter an der angeblich untauglichen Bewaffnung für die Tiger wies Bertling zurück. "Das ist nicht richtig. Deutschland erhält mit dem Tiger einen Hubschrauber, der nicht nur Antworten für Afghanistan, sondern auch für die folgenden Jahrzehnte gibt." Sollte die Bundeswehr ihre Bestellungen für Tiger und den Transporthubschrauber NH90 aus Kostengründen reduzieren, verlangt Bertling Folgeaufträge. "Wir brauchen einen Anschluss an diese Militärprogramme, erst recht, wenn sie aufgrund der Reduzierung der Stückzahlen schneller zu Ende gehen sollten."

Bertling nannte Bestellungen für den Marinehubschrauber MH90 als mögliches Anschlussgeschäft "essentiell wichtig", auch um das Stammwerk in Donauwörth auszulasten. Bertling rechnet für 2012 mit zweistelligem Umsatzwachstum. "In diesem Jahr werden wir den Umsatz in einer ähnlichen Größenordnung wie 2011 steigern, damals wuchsen wir um zwölf Prozent. Wir peilen Erlöse von 5,9 bis 6,1 Milliarden Euro an", sagte er. Bertling zufolge fußt der Boom vor allem auf einer hohen Nachfrage aus der Öl- und Gasindustrie. Auf die Bestellflut reagiert Eurocopter mit einer Einstellungsinitiative. "Wir würden gerne hierzulande in diesem Jahr gut 500 neue Mitarbeiter einstellen, in Frankreich sogar 700", sagte Bertling. Vor allem in Deutschland sei es allerdings schwer, die nötigen Fachkräfte zu bekommen, da der Arbeitsmarkt vor allem in Bayern "ziemlich leergefegt" sei. +++ fuldainfo

13-07-2012, 06:18:00 | fdi/ots/dts

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