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"Zum wiederholten Mal hat Ministerin Schröder bewiesen, dass sie fernab von der Lebensrealität der Menschen agiert, die sie politisch zu vertreten hat. Wir fragen uns, ob und wo Kristina Schröder in ihrer Jugend gefeiert hat, wenn sie glaubt mit dieser Maßnahme auch nur einen einzigen Jugendlichen am Alkoholkonsum hindern zu können. Das Ergebnis einer vorgezogenen Sperrstunde für Teenager wären lediglich frustrierte Jugendliche. Anstelle von Repression braucht es aber Prävention und Aufklärung", erklärte der Vorsitzende der südhessischen Jusos, Carsten Sinß.
"Was möchte Kristina Schröder später einmal ihrer Tochter Lotte Marie erklären? Wegen des Betreuungsgelds kommt sie nicht in den Kindergarten und lernt keine gleichaltrigen Kinder kennen. Partys darf sie nur mit Mama Kristina besuchen oder muss sie um 20 Uhr wieder verlassen. Und einen Führungsjob erhält sie auch nicht, weil die 'Flexiquote' auch in 20 oder 30 Jahren nicht dazu führen wird, dass auch nur ein einziges Unternehmen mehr Frauen in Führungsebenen einsetzt", so Stinß weiter. Die Jusos fordern deshalb gerade im Sommerloch eine Sperrstunde für Kristina Schröder und ihre Vorschläge.
JuLis halten Vorschlag für Blödsinn
Der Bundesvorsitzende der Jungen Liberalen (JuLis), Lasse Becker, erklärte dazu: "Kristina Schröder sollte den Mut haben, den Weg zu einer echten Altersstaffelung bei der Sperrstunde zu gehen: 12-Jährige sollten bereits mittags wieder zu Hause sein, 16-Jährige eben um 16 Uhr. Diese restriktive Lösung ist alternativlos und basiert auf Überlegungen der als jugendnah bekannten bayerischen Senioren-Union. Schröders Regelung greift viel zu kurz und würde Jugendliche womöglich bis nach Eintritt der Dunkelheit den anarchischen Verhältnissen auf Deutschlands Straßen aussetzen, statt sie rechtzeitig wegzusperren. Das ist zu riskant und mit den grundsätzlichen Wegsperr-Phantasien der Union nicht vereinbar. Die Ministerin sollte dringend einen Sperrstundenbeirat einrichten. Ihre Kabinettskollegen Hans-Peter Friedrich sowie die Landes-Allzweck-Experten Dobrindt und Schünemann, ergänzt um generelle Entmündigungsfachleute der SPD wie Kurt Beck und Andrea Nahles, wären aus unserer Sicht eine ideale Besetzung."
"Es wäre einfach zu viel verlangt, von Ministerin Schröder ein durchdachtes Konzept zur Prävention von Alkoholmissbrauch unter Jugendlichen oder zum im Koalitionsvertrag geforderten besseren Jugendschutz zu erwarten. Es muss sofort unbedacht und rigoros durchgegriffen werden. Kristina Schröder zeigt als jüngstes Kabinettsmitglied mit ihrem Vorstoß, Jugendliche wegzusperren, ganz besondere Verbundenheit mit der jungen Generation. Wir sind nach ihrem Vorschlag gespannt, wie das am 1. April noch getoppt werden kann", so Becker weiter. +++ fuldainfo
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