| Eisenbahn-Gewerkschafter ruft Lokführer zu Streikstopp auf |
| Berlin. Mit einem Appell an die Lokführer hat der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, versucht, den ab Montag drohenden Warnstreik der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) bei der Bahn abzuwenden. "Der Warnstreik ist unnütz", sagte der Chef der DGB-Organisation in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus". "Deshalb appelliere ich an die GDL und die Lokführer, nicht zu streiken. |
|
|
 |
|
Lokführer zu Streikstopp aufgerufen
|
|
|
© fuldainfo - foto: norbert hettler-photo-und-presseservice-fulda
|
|
|
|
Sie sollen den Unsinn lassen." Kirchner warf der GDL-Spitze vor, die Bahnbeschäftigten "vor ihren Karren" zu spannen. Dieser Streik werde den Gewerkschaften insgesamt schaden. "Die GDL schadet damit allen - in erster Linie den Beschäftigten der Bahn." Der EVG-Vorsitzende erwartet, dass die Bahnkunden auf die Warnstreiks mit Unverständnis reagieren werden. "Hier geht es um Organisations- und Tarifpolitik. Dafür werden die Fahrgäste, die zur Arbeit müssen, keine Geduld aufbringen. Wenn es aggressive Reaktionen gibt, könnte ich das verstehen", so Kirchner.
GDL-Chef Weselsky rechtfertigt bevorstehende Lokführerstreiks
Der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokführer, Claus Weselsky, wirbt um Verständnis für die anstehenden Streiks bei der Deutschen Bahn AG und den Privatbahnen im Nahverkehr. "Wir bestreiken eigentlich den Arbeitgeber und nicht unsere Fahrgäste oder unsere Industriekunden", sagte Weselsky in einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Da die GDL an zwei Verhandlungstischen gescheitert sei, weil die Deutsche Bahn AG und die sechs wichtigsten Privatbahnen im Nahverkehrsbereich keinen Flächentarifvertrag abschließen wollten, sei der Streik notwendig, so Weselsky. Der Funktionär sagte, er wisse, "dass wir unsere Fahrgäste, vor allem die Berufspendler, damit stark in Mitleidenschaft ziehen. Aber ich setze darauf, dass die sehr wohl zwischen Missmanagement der Bahn im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt und einem ganz normalen Arbeitskampf unterscheiden können, der für ein Tarifziel geführt wird. Wir werden maßvoll mit unserer Macht umgehen." Die GDL streikt bereits zum wiederholten Mal. Weselsky sieht das als Stärke. Dass andere Gewerkschaften meist ohne Streik zu ihren Zielen gelangten, läge daran, "weil sie schwach sind und keine Mitglieder haben". Sie "machen faule Kompromisse und schließen lieber schlechte Tarifverträge ab".
Ramsauer warnt Lokführer vor Streiks
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivfüher (GDL) angesichts angekündigter Streiks davor gewarnt, auf die Belange der Bahn-Kunden nicht ausreichend Rücksicht zu nehmen: "Die Berufspendler dürfen nicht als Geiseln für Gewerkschaftskonkurrenzen herhalten", sagte Ramsauer der "Bild am Sonntag". "Ich appelliere mit allem Nachdruck an die Verantwortlichen, sich nicht die Falschen zum Feind zu machen. Die Bahn-Kunden sind auch Kunden der Lokführer und für einen solchen Streik wird die Bevölkerung kaum Verständnis haben." Ramsauer sagte, als Bundesverkehrsminister sei er zur Nicht-Einmischung in Tarifkonflikte angehalten, aber: "Ich muss auch an die Reisenden denken." - fuldainfo
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
19-02-2011, 15:02:00 | fdi/ots/dts |
|
Drucken | Artikel empfehlen | |
|
|
|
|
|
|
|
Kommentarregeln |
|
|
|
|
Aktuelle Nachrichten, Tagesthemen und News von Autoren und Journalisten. Regional und Überregional. Copyright fuldainfo sowie weitere Verfasser und Autoren - 1998-2012. Für eine Veröffentlichung oder Verwendung der Inhalte wird die Zustimmung von fuldainfo oder des jeweiligen Urhebers benötigt. Andere behaupten unabhängig zu sein, fuldainfo ist es. :: zurück |
|
|
|
|
|
|
|
|
|