| Kritik an SPD-Steuerkonzept durch Union und Steuerzahlerbund |
| Berlin (fdi) - Das neue SPD-Steuerkonzept stößt in der Union und beim Bund der Steuerzahler auf heftige Kritik. Vizepräsident des Verbands, Reiner Holznagel, warf den Sozialdemokraten vor, vor dem Hintergrund der zugesagten Milliardenspenden von Superreichen in den USA Steuererhöhungen durchsetzen zu wollen, berichtet das "Handelsblatt". Es sei traurig, dass die Spenden amerikanischer Milliardäre eine Diskussion über Steuererhöhungen in Deutschland auslösen können, so Holznagel. |
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Kritik an SPD-Steuerkonzept
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© fuldainfo - norbert hettler/dts
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Holznagel sagte zu den vom SPD-Finanzexperten Joachim Poß vorgelegten Eckpunkten, die unter anderem vorsehen, den Spitzensteuersatz auf 50 Prozent, die Abgeltungssteuer von derzeit 25 Prozent um bis zu fünf Prozentpunkte zu erhöhen und die Erbschaftssteuer zu verschärfen: In der Sache seien solche Steuererhöhungen "klar abzulehnen". Vor allem werde dabei der Mittelstand durch höhere Erbschaftssteuern und Einkommenssteuern benachteiligt. Holznagel fordert daher alle Parteien auf "konstruktive Vorschläge" zu unterbreiten, wie Steuerentlastungen für die Mittelschicht aussehen können. "Diese muss unbedingt entlastet werden, denn die Leitungsträger werden in Deutschland durch unser Steuersystem bestraft". +++
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08-08-2010, 18:00:00 | fdi/ots/dts |
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Wenn ich hinkende Vergangenheitsvergleiche wie die FDP machen würde, könnte ich behaupten, als der Spitzensteuersatz noch über 50 % war, da hat die Wirtschaft noch gebrummt.
Spaß beiseite, die Mittelschicht muss entlastet werden, der Steuerbauch muss weg. Aber bei der esteuerung von Reichtum liegt Deutschland im internationalen Vergleich ganz weit hinten. Man müsste Steuererhöhungen ab einem Einkommen ab 250.000 Euro per Anno schon höher versteuern. Überhaupt sollten Einnahmen versteuert werden und zwar zu dem persönlichen Prozentsatz. Wenn jemand einfach Geld anlegt und sich die Zinsen von anderen Menschen erarbeiten lässt (Geld arbeitet nicht), warum soll er dafür weniger Steuern und Sozialabgaben zahlen, als jemand, der für sein Geld arbeitet? Auch eine Art Luxussteuer wäre denkbar. Keine Angst, so etwas gefährdet z.B. die Autoindustrie nicht. Amerika hat eine Luxussteuer auf teure Autos, dennoch war der amerikanische Markt schon immer der Beste, wenn es um den Absatz hochpreisiger Fahrzeuge geht.