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Warnstreik legt Busverkehr lahm

Fulda (fdi) - Die unangekündigten Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di, die seit Beginn der Woche den öffentlichen Personennahverkehr im Bundesland Hessen gestört haben, beeinträchtigen heute auch den Busverkehr in Osthessen. Betroffen waren und sind die Linien der ÜWAG-Verkehrsgesellschaften in der Stadtregion Fulda und im Bergwinkel/Schlüchtern. Seit dem frühen fand der Streik, der ganzen Tag andauern soll, statt.

 
Streikposten in der Daimler-Benz-Straße
© fdi - Norbert Hettler

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"Es ist nicht hinnehmbar, dass die Gewerkschaft auf dem Rücken der Fahrgäste ihre überzogenen Forderungen durchzusetzen versucht", kritisiert Dipl.-Ing. Thomas Lang, Leiter der ÜWAG-Verkehrsbetriebe, den unangekündigten Ausstand, der den Stadtbusverkehr Fulda bereits zum zweiten Male trifft.

Vom Warnstreik betroffen sind neben dem Linienbusverkehr in der Stadtregion Fulda im Linienbündel Bergwinkel die Städte Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern und Steinau an der Straße sowie die Gemeinde Sinntal. "Gerade bei dem kalten und schneereichen Winterwetter, das aktuell herrscht, ist dieser unangekündigte Warnstreik eine absolute Rücksichtslosigkeit und unverantwortlich gegenüber den Fahrgästen. Glücklicherweise wurde durch den schneebedingten Schulausfall bereits gestern der gesamte Schülerverkehr in Stadt und Landkreis Fulda abgesagt. So sind hier immerhin die Kinder und ihre Eltern von den Auswirkungen des Streiks heute verschont geblieben", sagt Thomas Lang, der sich ausdrücklich bei den Pendlern entschuldigt, die aufgrund der Gewerkschafts-Aktion heute nicht befördert werden können. 

"Dieser Warnstreik ist ganz sicher nicht der richtige Weg, mit den Arbeitgebern eine Einigung über die künftige Gestaltung der Tarifverträge zu finden!", ist der Leiter der ÜWAG-Verkehrsbetriebe überzeugt und verweist auf das Angebot des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer (LHO).  Dieser hat eine Lohnsteigerung von vier Prozent für 26 Monate, Verbesserungen bei den Pausenregelungen, Entschädigungen und eine Begrenzung für geteilte Dienste sowie eine Vereinbarung über eine fixe Grundvergütung deutlich über dem Niveau der jüngsten Tarifabschlüsse von ver.di mit den Busunternehmern in Rheinland-Pfalz und dem hessischen Transport- und Verkehrsgewerbe angeboten. Der LHO hat die Gewerkschaftsvertreter aufgefordert, über den vorgeschlagenen Kompromiss weiter zu verhandeln; er verurteilt die unangekündigten und überflüssigen Streiks im öffentlichen Personennahverkehr. +++

03-02-2010, 18:09:00 | fdi/ots/dts

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