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Erzbistum drang auf ''null Toleranz'' in Kölner Kliniken
 Köln. Das Erzbistum Köln hat bereits vor einem Jahr allen katholischen Krankenhäusern das strikte Verbot der "Pille danach" eingeschärft. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger". Es gehe dabei um die Klarheit der kirchlichen "Null-Toleranz-Grenze" für Schwangerschaftsabbrüche und "damit verbundene Tötungsdelikte", heißt es in einem Brief der Diözesanarbeitsgemeinschaft der katholischen Kliniken. Das Rundschreiben vom 13. Februar 2012 liegt der Zeitung vor.
Laborversuche mit Vogelgrippe-Erreger dürfen wieder aufgenommen werden
 Berlin. Die vor einem Jahr gestoppten Versuche, den Erreger der Vogelgrippe im Labor mit gefährlicheren Eigenschaften auszustatten, die in der Natur bisher nicht vorkommen, können in Kürze wieder aufgenommen werden. Das Ende eines entsprechenden Moratoriums soll nach Auskunft mehrerer Experten schon kommende Woche verkündet werden, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es war auf Drängen von US-Sicherheitsbehörden zustande gekommen. Sie fürchteten, dass Forschungserkenntnisse in die Hände von Terroristen fallen könnten.
Bericht: Neuartiger Impfstoff gegen Gehirntumor wird an Patienten getestet
 Berlin. Ein Impfstoff für die Therapie von Gehirntumoren wird in den nächsten Monaten erstmals an deutschen Patienten getestet. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, hilft das von der US-Firma Northwest Biotherapeutics entwickelte Präparat "DCVax-Brain" Personen mit dem besonders aggressiven Glioblastom, der im Normalfall innerhalb weniger Monate zum Tod führt. In den USA wurden bereits mehrere hundert Patienten mit dem Mittel behandelt, nun beginnen Studien der letzten Phase.
SPD und FDP gegen Champions League im ZDF
 Mainz. In der Debatte um die neue Rundfunkabgabe bemängeln SPD und FDP die teure Übertragung der Champions League im ZDF. "Die Übertragung von werbegeprägtem Profi-Fußball, wie er in der Champions League gezeigt wird, passt nicht in die unabhängigen, weil beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Sender", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Burkhardt Müller-Sönksen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Kontrollgremien müssten viel öfter sagen: So geht es nicht, das gehört nicht zum Grundversorgungsauftrag."
Katholische Kliniken in Köln weisen Opfer von Vergewaltigungen ab
 Köln. Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung wurden, werden nach Recherchen des "Kölner Stadt-Anzeiger" in einigen katholischen Krankenhäusern im Erzbistum Köln nicht mehr behandelt. Im Dezember war eine 25-Jährige in zwei Kölner Kliniken, die von der Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria geführt werden, abgewiesen worden. Die junge Frau war offenbar bei einer Party auf den Kölner Ringen mit K.o.-Tropfen betäubt worden und erst einen Tag später auf einer Parkbank in Stadtteil Kalk wieder zu sich gekommen.
BGH: Anleger können gegen Ratingagenturen vor deutschen Gerichten klagen
 Karlsruhe. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat erstmals die Zuständigkeit von deutschen Gerichten bei Klagen gegen die amerikanische Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bestätigt. Das Urteil, das dem "Handelsblatt" vorliegt, könnte eine Signalwirkung für rund 50.000 Anleger in Deutschland haben, die ihr Geld durch Zertifikate der Pleitebank Lehman Brothers verloren haben. "Das Urteil ist ein Durchbruch für Klagen gegen Ratingagenturen in Deutschland. Allen Anlegern, die sich aufgrund von Ratings für eine Kapitalanlage entschlossen haben, ist nun der Weg zu den deutschen Gerichten geebnet", sagte der Kläger-Anwalt Jens-Peter Gieschen von der Kanzlei KWAG dem "Handelsblatt".
Zahl der Asylbewerber 2012 stark angestiegen
 Berlin. Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland ist im vergangenen Jahr stark angestiegen. Das geht aus den Zahlen des Bundesinnenministeriums hervor, die der "Welt" vorliegen. Demnach wurden 2012 beim zuständigen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 64.539 Anträge auf Asyl gestellt. Das entspricht einem Plus von rund 41 Prozent. Insgesamt gab es 2012 fast 19.000 mehr Asylerstanträge als im Vorjahr. Die Zahl der Erstanträge stieg vor allem in der zweiten Jahreshälfte an.
ADAC Check: Club weist Vorwürfe über Umgang mit seinen Mitarbeitern zurück
 München. Im "ADAC-Check", der ARD, wird dem Club ein unadäquater Umgang mit seinen Mitarbeitern unterstellt. Diese Unterstellung weist der Club klar zurück. Tatsächlich handelt es sich um alte, längst widerlegte Vorwürfe, die 2010 in zwei von insgesamt 18 Regionalclubs laut geworden sind. Dr. Karl Obermair, Vorsitzender der ADAC Geschäftsführung: "Der ADAC verurteilt selbstverständlich jede sexuelle Belästigung von Mitarbeitern, ebenso wie die Behinderung der Betriebsratsarbeit oder die Verbreitung eines von Angst bestimmten Klimas unter den Arbeitnehmern. Dies haben Präsidium und Geschäftsführung stets betont und das ist für uns eine Selbstverständlichkeit."
150 Jahre DRK
 Berlin. Rund 1.800 Engagierte aus ganz Deutschland haben heute ein riesiges rotes Kreuz vor dem Brandenburger Tor in Berlin geformt. Die Aktion war der Startschuss für das Jubiläumsjahr 2013, in dem das Rote Kreuz seinen 150. Geburtstag begeht. Das Jahr 2013 steht für das DRK ganz im Zeichen des Ehrenamts. DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters sagte dazu: Seit 150 Jahren helfen Rotkreuzler, Not zu lindern. Heute sind viele soziale Dienste in Deutschland nur mit Hilfe von ehrenamtlichem Engagement möglich. Das wird auch in den kommenden Jahren, mit einer immer älter werdenden Bevölkerung, immer wichtiger. Ich mag mir nicht vorstellen, was unsere Gesellschaft ohne das Rote Kreuz wäre.
Musikindustrie fordert öffentlich-rechtlichen Musiksender
 Hamburg/Mainz. Obwohl ARD und ZDF derzeit wegen zu vieler Digitalkanäle in der Kritik stehen, fordert die Musikindustrie nun einen öffentlich-rechtlichen Musikkanal. "Wenn ARD und ZDF den weiteren Generationenabriss stoppen wollen, brauchen sie mehr Musik mit spannenden Formaten, innovativ und bimedial. Kurzum: einen eigenen Musiksender", sagt Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, dem "Handelsblatt". "ARD und ZDF sind aufgrund des Rundfunkstaatsvertrags zu Kultur und Bildung verpflichtet.
Familiendrama im Westerwald: Schüsse fielen während des Notrufs
 Ingelbach. Die ersten Schüsse bei dem Familiendrama mit drei Toten im Westerwald sind während eines Notrufs gefallen. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Am Samstagmittag teilte die 40-jährige Freundin des Schützen demnach über Notruf der Polizei mit, dass sie von ihrem Lebensgefährten geschlagen werde. Noch während des Gespräches hörte der entgegennehmende Beamte mehrere Schüsse. Nach Auswertung der aufgefundenen Spuren und der vorliegenden Aussagen gehen die Ermittler derzeit davon aus, dass der 45-Jährige zu diesem Zeitpunkt, also während des Telefonats, auf seine Lebensgefährtin und deren Großmutter schoss und anschließend die Waffe gegen sich selbst richtete.
Umfrage: Jeder Dritte hält Arzt-Sprechstunden für zu kurz
 Berlin. Fast ein Drittel der Deutschen fühlt sich von seinen Ärzten nicht ausreichend gut betreut. Einer repräsentativen Umfrage der Marktforschungsgesellschaft GfK zufolge meinen 29,3 Prozent der Menschen hierzulande, dass die Zeit, die ihnen ihr Arzt widmet, zu kurz ist. Insgesamt sind tendenziell eher ältere und alleinstehende Menschen sowie mehr Frauen als Männer dieser Ansicht. Die Umfrage unter rund 1.000 Menschen liegt der "Welt am Sonntag" vor. Im Schnitt schätzen die Deutschen die Dauer ihrer letzten Sprechstunde beim Arzt auf elf Minuten.
Neue Vorwürfe zu Schleichwerbung bei ''Wetten, dass..?''
 Mainz. In der ZDF-Show "Wetten, dass..?" soll es jahrelang Schleichwerbung gegeben haben, für die eine Werbeagentur Millionenbeträge kassiert hat. Das berichtet der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe unter Berufung auf Verträge mit einem Autohersteller und einem Unternehmen aus der Solarbranche. In einem im Dezember 2003 für eine Laufzeit von drei Jahren geschlossenen Kooperationsvertrag finden sich laut des Berichts Passagen, die die redaktionelle Unabhängigkeit des ZDF untergraben, was laut Rundfunkstaatsvertrag verboten sei.
Eine Frage des Vertrauens
 Berlin. Es ist absurd: Die Studie, die die Missbrauchsskandale aufarbeiten sollte, sollte zugleich das Vertrauen in die Kirche wiederherstellen. Nun scheitert sie ausgerechnet am fehlenden Vertrauen: Die Bischöfe kündigten den Vertrag mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer. Das Vertrauen sei "zerrüttet", hieß es. Pfeiffer hatte sich geweigert, seine Ergebnisse vor Veröffentlichung kontrollieren zu lassen. Dies sei "Zensur".
Gescheitertes Forschungsprojekt: Justizministerin fordert Aufklärung von Zollitsch
 Berlin. Nach dem Scheitern des Forschungsprojekts zur Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche hat Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) vom Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, Aufklärung gefordert. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte sie laut Vorabmeldung: "Der Vorwurf, Zensur und Kontrollwünsche behinderten eine unabhängige Aufarbeitung, sollte durch den Vorsitzenden der Bischofskonferenz schnell aus der Welt geschafft werden."
Anwälte weisen Mittäterschäft von Beate Z. zurück
 München. Die Verteidiger der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Z. weisen eine Mittäterschaft ihrer Mandantin bei den Morden, Bombenanschlägen und Überfällen des "Nationalsozialistischen Untergrundes" (NSU) zurück. Das geht laut einem Bericht des NDR aus der Antwort der Anwälte auf die Anklageschrift des Generalbundesanwalts hervor. Auf 22 Seiten fordert die Verteidigung demnach eine "Nachbesserung" der Anklage, die sie als mangelhaft empfindet. Die Generalbundesanwaltsschaft hätte die fast 500-seitige Anklageschrift nicht objektiv verfasst, so die Verteidiger.
EU will BSE-Kontrollen lockern
 Brüssel. Etwa zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch der Rinderseuche BSE will die Europäische Union die strengen Kontrollbestimmungen lockern. Der verpflichtende BSE-Test für Schlachtrinder soll nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" entfallen. Das hat der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit in Brüssel mehrheitlich beschlossen. Begründet wird dies mit dem drastischen Rückgang der gemeldeten BSE-Fälle. Zwar ist die Vorschrift nach SZ-Informationen noch nicht endgültig verabschiedet. Beobachter gehen aber davon aus, das sie bereits Ende März in Kraft treten dürfte. Es bliebe dann den einzelnen EU-Länder überlassen, ob sie an den Tests festhalten.
Bischöfe stoppen Aufklärung des Missbrauchsskandals
 Bonn. Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche wird vorerst nicht umfassend aufgeklärt. Das groß angelegte Forschungsprojekt, das Fälle sexueller Übergriffe von Priestern und weiteren Kirchenangehörigen seit dem Jahr 1945 untersuchen sollte, ist gescheitert. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" will die Kirche den Vertrag über die Aufarbeitung kündigen. Ein entsprechendes Schreiben des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) als Vertreterin der Bischöfe soll in diesen Tagen an das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) gehen, welches das Vorhaben im Auftrag der Kirche umsetzen sollte.
ADAC Autotest: Rauer Bursche für die Stadt
 München. Wem ein klassischer Kompaktwagen zu wenig Ausstrahlung hat, könnte im Opel Mokka eine Alternative finden. Der ist mit 4,28 Meter Länge sogar etwas kürzer als ein Opel Astra, bietet aber einen großen Innenraum, die erhöhte Sitzposition einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen und auch bei der Sicherheit kann das frontgetriebene SUV punkten. Moderne Assistenzsysteme wie Kollisions- und Spurverlassenswarner oder Verkehrszeichenerkennung sind gegen Aufpreis zu haben.
Immer mehr Rassismusvorwürfe gegen Beamte der Bundespolizei
 Berlin. Bei der Bundespolizei häufen sich Beschwerden von Reisenden, die sich von Beamten rassistisch behandelt fühlen. Seit Mai 2009 listeten die Bundespolizeidirektionen 57 Fälle auf, in denen sich Betroffene oder Zeugen beklagten, dass Menschen aufgrund ihrer ausländischen Herkunft oder ihrer Hautfarbe von Bundespolizisten diskriminiert worden seien, etwa bei Kontrollen in Zügen. Das berichtet der "Spiegel". In einem Fall monierte eine Hauptdirektorin beim Europäischen Patentamt, dass eine ihrer Mitarbeiterinnen immer wieder aufgrund ihrer Hautfarbe gezielt kontrolliert werde.
Kardinal Marx: Kirche muss sich an der Gerechtigkeitsdebatte beteiligen
 Berlin. Im Wahljahr 2013 muss sich die Kirche an der Gerechtigkeitsdebatte beteiligen, fordert der Erzbischof von München, Reinhard Kardinal Marx. "Wir als Kirche müssen in die Debatte einbringen, dass die, die unten sind, die Geringqualifizierten, Schwachen, Kranken, am dringendsten Hilfe brauchen", sagte er der "Welt". Schließlich könnten sich die "Starken und Vermögenden" in der Regel ganz gut selbst helfen. Marx hat den Eindruck, dass die Anregungen der Kirche auf fruchtbaren Boden fallen, denn die Politiker "äußern durchaus den Wunsch, dass die Kirchen sich zu Wort melden, sich einmischen."
Mehr Schadensfälle nach Datendiebstahl am Geldautomaten
 Berlin. Die Zahl der Betrugsfälle an Geldautomaten ist im vergangenen Jahr gestiegen. Zwar sank die Zahl der manipulierten Geräte erneut deutlich, jedoch kamen die Datendiebe am Ende in mehr Fällen an ihr Ziel als 2011. Dies berichtet die "Welt" unter Berufung auf Zahlen der Gesellschaft Euro Kartensysteme. Demnach reduzierten sich die Angriffe auf Geldautomaten sowie einige Kontoauszugsdrucker und Türöffner an den Filialen in den vergangenen zwölf Monaten von 780 auf 521.
Organspende-Skandal: CDU-Gesundheitsexperte fordert harte Konsequenzen
 Leibzig. Angesichts des neuesten Skandals um Manipulationen bei Organtransplantationen am Leipziger Universitätsklinikum hat der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), Konsequenzen verlangt. "Manipulationen, um auf der Warteliste nach oben zu kommen, können für andere Patienten, die dringender auf ein Organ warten, das Todesurteil sein. Das muss mit aller Konsequenz geahndet, geächtet, bestraft und für alle Zukunft vermieden werden", sagte Spahn der "Rheinischen Post".
Neuer Skandal um manipulierte Empfänger-Listen für Spender-Organe
 Leipzig. Nach dem Skandal um Manipulationen bei der Organtransplantation im vergangenen Jahr ist nun ein weiterer schwerer Fall ans Licht gekommen. Wie die "Bild-Zeitung" berichtet, wurden in einer Leipziger Klinik Patienten in ihren Akten absichtlich kränker gemacht, um ihre Chancen auf ein fremdes Organ zu erhöhen. Der Trick diesmal: Dialyse (Blutwäsche). Nach Informationen der Zeitung hatte die betroffene Klinik in den Jahren 2010 und 2011 über 30 Kranke fälschlich als Dialyse-Patienten ausgegeben, um für sie schneller eine Spender-Leber zu bekommen.
Ein gelassenes neues Jahr!
 Berlin. Es liegt an der Technik, dass jedes Jahr schneller vorbeizugehen scheint. Wenn wir sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag erreichbar sind, wenn wir uns fast permanent beschallen lassen, vergessen wir, wie vergänglich das ist, was wir das Jahr über so machen. Auf der Strecke bleibt die Gelassenheit.
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