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''Welt'' und ''taz'' erwägen Klage gegen NSU-Presseverlosung
Berlin. Die Tageszeitungen "Die Welt" und "taz" erwägen eine juristische Klärung zur Verlosung der Presseplätze im Münchner NSU-Prozess. Die "taz", die im ersten Verfahren nach dem "Windhund"-Prinzip als erstes einen Platz bekommen hatte, ging nun ganz leer aus. "Es ist absurd, welche Medien zum Zug gekommen sind - ohne dabei jemandem zu nahe treten zu wollen", sagte "taz"-Chefredakteurin Ines Pohl zu "Focus Online". Es sei aber positiv zu bewerten, dass die türkischen Medien nun dabei seine.
 
14 Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlichen rechten Terrors

Berlin. Der Generalbundesanwalt führt derzeit 14 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Bildung oder Unterstützung von rechtsterroristischen Vereinigungen mehr als in den zehn vorangegangenen Jahren zusammen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, wie der "Spiegel" berichtet. Gegen mutmaßliche linke Terroristen wurde 2012 demnach kein einziges Verfahren nach Paragraf 129a des Strafgesetzbuchs in die Wege geleitet.

 
Bericht: Kliniken haben zwei Milliarden Euro falsch abgerechnet
Berlin. Durch fehlerhafte Klinik-Abrechnungen ist die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im vergangenen Jahr mit hochgerechnet rund zwei Milliarden Euro belastet worden. Das geht aus einem internen Papier des GKV-Spitzenverbands hervor, wie der "Spiegel" berichtet. Demnach hat der Medizinische Dienst im Auftrag der Kassen im ersten Halbjahr 2012 elf Prozent aller Klinikabrechnungen überprüft. Jede zweite Rechnung habe sich dabei als fehlerhaft erwiesen. Im Jahr 2006 waren es nur 34,8 Prozent gewesen.
 
Ulrich Maly ist neuer Präsident des Deutschen Städtetages

Frankfurt/Main. Der Nürnberger Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly ist zum neuen Präsidenten des Deutschen Städtetages gewählt worden. Am Schlusstag der 37. Haupt­versammlung in Frankfurt am Main wählten die Delegierten den SPD-Politiker für zwei Jahre ins höchste Amt des größten kommunalen Spitzenverbandes. Er folgt auf Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München, der nicht mehr kandidierte, nachdem er seit 2005 insgesamt 6 Jahre das Präsi­dentenamt innehatte. Dr. Ulrich Maly ist seit dem Jahr 2002 Oberbürgermeister von Nürnberg. Er gehört dem Präsidium des Deutschen Städtetages seit 2005 an und war seit dem Jahr 2009 einer der stellvertretenden Präsidenten des Deutschen Städtetages.

 
Papst Franziskus: Wer Geld im Ausland hortet ist ein Sünder
Rom. Papst Franziskus tritt gegen die Verlagerung von Vermögen ins Ausland ein. "Auch das Geld hat ein Vaterland, und wer eine Industrie im Land betreibt und das Geld mitnimmt, um es außerhalb des Landes zu horten, der sündigt", heißt es in einem exklusiven Vorabdruck des Buches "Über Himmel und Erde", den das Magazin Cicero in seiner Maiausgabe veröffentlicht. Wer Mittel ins Ausland transferiere, ehre damit weder das Land, das ihm den Reichtum gegeben habe noch das Volk, das für den Reichtum gearbeitet habe.
 
Vergabepraxis von Presseplätzen beim NSU-Prozess - Lotto im Gericht
München. Das Oberlandesgericht in München hat ein großes Problem: Die Richter können anstellen, was sie wollen, im Moment stehen sie immer als Verlierer da. Das ist die Folge des misslungenen Starts, der fehlenden Sensibilität und Souveränität bei der Vorbereitung des NSU-Prozesses. Zur Erinnerung: Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts hätten die Münchner lediglich drei neue Plätze für türkische Medien zur Verfügung stellen müssen.
 
Grüne fordern Modernisierung von kirchlichem Arbeitsrecht
Berlin. Der rechtspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Volker Beck, appelliert an die Kirchen, ihr Arbeitsrecht zu modernisieren. Es passe nicht in die Zeit und produziere "hartherzige Entscheidungen und Rechtsunsicherheit für Angestellte", schreibt Beck in der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt". In der kommenden Woche entscheidet das Bundesarbeitsgericht über den Fall eines eigentlich unkündbaren Caritas-Pädagogen, der nach seinem Kirchenaustritt entlassen worden war. Beck verweist darauf, dass die kirchlichen Wohlfahrtsverbände in den neuen Bundesländern Konfessionslose beschäftigen müssen, um überhaupt arbeiten zu können.
 
Verteidigerin: Beate Z. wird im Prozess schweigen

München. Beate Z. wird auch im NSU-Prozess weiterhin zu den Tatvorwürfen schweigen. Das bestätigte ihre Verteidigerin Anja Sturm am Montag in der ARD-Sendung "Hart aber fair" im Gespräch mit Frank Plasberg: "Frau Z. hat sich entsprechend in enger Abstimmung mit uns entschieden, sich nicht zu den Vorwürfen zu äußern." Sturm äußerte zwar Verständnis dafür, dass die Angehörigen der Opfer auf eine Aussage von Frau Z. hoffen. "Natürlich verstehen wir das als Menschen", sagte sie. Es sei aber ein Problem jedes Strafprozesses, dass diese "nur ein Stück weit aufklären" könnten und die Opfer nicht immer alles erfahren könnten, was sie gerne erfahren möchten.

 
Zeitung: Neue Runde im Poker um Rundfunkgebühr
Berlin. Der Kampf um eine faire Rundfunkgebühr geht in eine neue Runde. Am kommenden Mittwoch treffen sich in Berlin Vertreter von ARD, Beitragszentrale, Unternehmen, Kommunen und Kirchen. Eine entsprechende Einladung liegt dem "Handelsblatt" vor. Ziel des ersten Treffens der Kontrahenten ist es, die Bedingungen für eine wirtschaftliche Analyse des neuen Rundfunkbeitrags festzulegen. Dadurch soll Klarheit geschaffen werden, ob die Neuauflage der GEZ-Gebühr zu noch mehr Ungerechtigkeit führt. Die Methodik einer solchen Analyse ist allerdings unter den Teilnehmern umstritten.
 
Oberlandesgericht München verschiebt NSU-Prozess
München. Der NSU-Prozess beginnt drei Wochen später als ursprünglich geplant. Das Oberlandesgericht (OLG) München hat den ursprünglich für Mittwoch geplanten Verhandlungsauftakt nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über Sitzplätze für ausländische Journalisten auf den 6. Mai verlegt, teilte das OLG mit. Die Akkreditierung für die Presse solle nun von vorn beginnen. Das Bundesverfassungsgericht hatte am Freitag entschieden, dass das OLG München beim NSU-Prozess eine angemessene Zahl von Sitzplätzen an ausländische Journalisten vergeben muss.
 
EU-Studie zu Menschenhandel: Mehr Opfer, weniger Verurteilte
Brüssel. In der Europäischen Union werden immer mehr Menschen als Prostituierte oder Zwangsarbeiter ausgebeutet. Das ist das Ergebnis der ersten umfassenden Studie der EU zum Thema Menschenhandel, die der "Welt am Sonntag" exklusiv vorliegt. EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström wird den Bericht am Montag in Brüssel vorstellen. Demnach ist die offizielle Zahl der Opfer von Menschenhandel zwischen 2008 und 2010 um 18 Prozent gestiegen: von 6.309 auf 9.528 im Jahr. Der Studie zufolge schaffen es die EU-Mitgliedsländer offenbar nicht, das Problem der organisierten Kriminalität in den Griff zu bekommen.
 
Neuer Pferdefleischskandal: Kontrolleure fordern bessere Ausstattung

Berlin. Als Konsequenz aus dem neuen Pferdefleischskandal fordert der Bundesvorsitzende des Verbands der Lebensmittelkontrolleure, Martin Müller, die Behörden in Deutschland auf, Geld für zusätzliche Kontrolleure und bessere Technik bereitzustellen. Gegenüber dem "Weser-Kurier" verwies er auf eine Entwicklung der Technischen Universität Berlin: Mit Hilfe eines Lasers sei es möglich, in Sekundenschnelle Klarheit über die Art des Fleisches zu bekommen.

 
EKD-Ratsvorsitzender hofft nach Besuch beim Papst auf neue Ökumene
Berlin. In Deutschland gibt es neue Hoffnung für eine erneuerte Ökumene. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sagte nach seinem Besuch bei Papst Franziskus der "Zeit": "Das ist eine Begegnung unter Gleichgesinnten." Schneider lobte zudem die pastoralen Qualitäten des katholischen Oberhauptes: "Franziskus hat tatsächlich das Talent, die menschlichen Dimensionen seines Amtes klarzumachen: das Dienende, nicht das Prunkvolle und Imposante."
 
Peter Scholl-Latour: Krieg mit Nordkorea total unrealistisch
Berlin. Der Journalist und Publizist Peter Scholl-Latour (89) glaubt nicht, dass Nordkorea ernsthaft einen Krieg anzetteln möchte. Natürlich könne versehentlich ein falscher Hebel gedrückt werden, aber die Vorstellung, dass Nordkorea absichtlich einen Atomkrieg mit den USA anfangen wolle, sei "grotesk", sagte Scholl-Latour in der am Donnerstagabend ausgestrahlten Sendung "Maybrit Illner" im ZDF. Ihn sorge eher die Mentalität der Nordkoreaner, die nach 60 Jahren ja gar nichts anderes als die Kim-Diktatur mehr kennen würden.
 
Romrod lädt zur dritten Zeltkirmes

Romrod. "Kirmes in Romrod wie noch nie!" – Zur dritten Zeltkirmes bietet der Romröder Kirmesclub "Häinze" am Wochenende (12. bis 14. April) ein dreitägiges Programm vollgepackt mit Höhepunkten. Die Eventtechniker von PowerPlay, die Partyband Holidays und die Blasmusiker von Blitz und Donner sollen das bisher größte Zelt der Kirmesburschen in Laune halten. "Wir haben in diesem Jahr angebaut", verkündete der Kirmesclub stolz. Im Festzelt untergebracht ist die nagelneue Western Bar, die mit einem saloonigen Feeling nicht nur Cowgirls und Cowboys locken soll.

 
Umfrage: Männer sind Medikamenten-Muffel
Hamburg. Männer nehmen offenbar nur ungern Medikamente ein. Einer Online-Umfrage des Männer-Lifestylemagazins "Men`s Health" zufolge nehmen 27 Prozent der Männer Arzneimittel nur ein, wenn sie tatsächlich krank sind, weitere 20 Prozent nehmen Medikamente nur auf ärztliche Verschreibung hin ein, während 13 Prozent der befragten Männer angaben, die Einnahme von Medikamenten grundsätzlich abzulehnen. Ausgesprochen wählerisch zeigen sich die Männer auch, wenn es um die Art der Medikamenten-Zufuhr geht.
 
''Hürriyet''-Chefredakteur gelassen im Streit um NSU-Prozess
München. Der Chefredakteur der türkischen Tageszeitung "Hürriyet" zeigt sich im Fall des umstrittenen Akkreditierungsverfahrens beim Münchner NSU-Prozess gelassen. "Die Solidarität der deutschen Presse bedeutet mir gerade bei dieser Sache mehr als unsere persönliche Anwesenheit im Gerichtssaal", so Enis Berberoglu (57), im Interview mit der "Welt". Seine Zeitung werde eine Verfassungsklage gegen die Platzvergabe, wie sie die türkische Tageszeitung "Sabah" am Montag eingereicht hat, erst prüfen: "Wir überlegen es uns. Wir wollen erst die Erfolgsaussichten prüfen."
 
Anwälte von Beate Z. wollen Akten über Platzvergabe an Journalisten einsehen
München. Die Verteidiger von Beate Z. wollen die Platzvergabe an Journalisten für den am 17. April beginnenden Terrorprozess gegen ihre Mandantin detailliert überprüfen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Focus" unter Berufung auf ein entsprechendes Schreiben der Anwälte an das Oberlandesgericht (OLG) München. Sollten den Richtern bei der Platzvergabe Fehler unterlaufen sein, könnten die Anwälte Befangenheitsanträge stellen und später das Urteil anfechten. Wie "Focus" aus Justizkreisen erfuhr, schickten die Anwälte am 31. März ein fünfseitiges Fax an das OLG.
 
Ernährungsexperten kritisieren Werbebotschaften für Lebensmittel
Berlin. Gesundheitsbotschaften wie "Schützt das Herz" oder "Reich an Ballaststoffen" können das Ernährungsverhalten negativ beeinflussen. "Olivenöl mag gut für das Herz-Kreislauf-System sein, wer es deshalb löffelweise über den Salat gibt, nimmt zu viele Kalorien zu sich - und riskiert damit Übergewicht", sagte Ernährungsmediziner Volker Schusdziarra von der Technischen Universität München dem Nachrichtenmagazin "Focus". Forscher nennen diesen Effekt "Gesundheitsnimbus": Eine gesunde Einzelkomponente wie etwa Vitamine oder ein geringer Fettgehalt überstrahle alle anderen Bestandteile eines Produkts.
 
Zahl der Organspender sinkt weiter
Berlin. Die Zahl der Organspenden geht in Deutschland weiter zurück. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" registrierte die Deutsche Stiftung Organtransplantation in den ersten drei Monaten dieses Jahres 230 Spender gegenüber 281 im Vergleichszeitraum 2012. Ursache für diesen für diesen Rückgang ist hauptsächlich der im Juli 2012 bekannt gewordene Skandal um die Manipulation von Patientendaten. Diese Fälle stehen vor ihrer juristischen Aufarbeitung.
 
Schlaglochalarm auf deutschen Straßen

Fulda/München. Der zu Ende gehende Winter mit seinen vielen Frost- und Tauperioden hat dem vorgeschädigten kommunalen Straßennetz massiv zugesetzt. Nach Einschätzung des ADAC müssten die deutschen Städte und Gemeinden zusätzlich rund drei Milliarden Euro investieren, allein um die nun offen zu Tage tretenden Schlaglöcher zu beseitigen. Um das Auftreten solch teurer Schäden dauerhaft zu vermeiden und den seit Jahren fortschreitenden Substanzverlust der kommunalen Straßen zu stoppen, müssten langfristig acht Milliarden Euro pro Jahr bereitgestellt werden.

 
Weiter Diskussion um Platzvergabeverfahren im NSU-Prozess

München. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (56, CSU) kritisiert indirekt die Platzvergabe des Münchener Oberlandesgerichts an Journalisten im NSU-Prozess. Herrmann sagte der "Bild-Zeitung": "Es ist völlig klar und verständlich, dass auch die türkischen Medien ein starkes Interesse an dem NSU-Prozess haben. Denn unter den Opfern waren acht türkisch-stämmige Mitbürger. Unsere Justiz entscheidet unabhängig darüber, wie sich Medien und Öffentlichkeit gemäß dem geltenden Recht über den Prozess informieren können.

 
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