|
Falsche Richtung Großbrauereien bringen immer mehr Individual-Flaschen auf den Markt
 Fulda/ Cottbus. Bier ist ein Lebensmittel, das sich in Deutschland noch immer großer Beliebtheit erfreut. Rund einhundert Millionen Hektoliter werden jährlich in der Bundesrepublik erzeugt und bis auf einen Exportanteil von zehn Prozent hier auch getrunken. Der größte Teil dieser beachtlichen Mengen an Gerstensaft erreicht den Verbraucher nicht im Fass, sondern in der traditionellen Glasflasche. Mehrfach verwendet ist sie die umweltfreundlichste Art der Bierverpackung für den Handel. Doch dieses bewährte System bekommt Risse.
Arbeitgeberpräsident Hundt warnt vor Schwächung der Betriebsrenten
 Berlin. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat vor einer Schwächung der betrieblichen Altersvorsorge durch Pläne der EU-Kommission gewarnt, wonach die Eigenkapitalregeln für Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge erheblich verschärft werden sollen. "Die Pläne würden die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland beträchtlich verteuern und damit die weitere Verbreitung der Betriebsrenten gefährden", sagte Hundt der "Rheinischen Post" (Freitagsausgabe). Halte die EU-Kommission daran fest, müssten Unternehmen in Milliardenhöhe zusätzliches Eigenkapital für ihre Versorgungseinrichtungen zurückstellen.
EU will in Stufen mehr Energie einsparen
 Brüssel. Die EU hält am geplanten Energiesparzwang fest, will dabei allerdings stufenweise vorgehen. Das geht aus einem Dokument der dänischen EU-Ratspräsidentschaft hervor, das dem "Handelsblatt" vorliegt. Demnach sollen die Energieversorger ihre Lieferungen an die Endverbraucher 2014 und 2015 in einem ersten Schritt jeweils um ein Prozent senken. 2016 und 2017 solle der Energieverbrauch stärker zurückgehen um jeweils 1,25 Prozent und von 2018 bis 2020 um jährlich 1,5 Prozent.
Dioxin-Eier: Landwirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein überprüft Meldepflicht eines Kieler Labors
 Bielefeld. Die Dioxin-Eier von einem Biohof in Stemwede (NRW) werden zum bundesweiten Präzedenzfall. Erstmalig kommt das nach dem Dioxin-Skandal im vergangenen Jahr verschärfte Lebensmittelgesetz zur Anwendung. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt. Wegen eines möglichen Verstoßes gerät auch ein Kieler Labor ins Visier. Dort waren im Auftrag der Vertriebsfirma aus Euskirchen, Hennes Eierhof, die Eier aus Stemwede untersucht worden. Das Labor (LUFA ITL) hatte am 15. März die über dem zulässigen Höchstwert liegenden Dioxinwerte nach Euskirchen gemeldet, aber nicht den zuständigen Behörden, schreibt die Zeitung.
Studie: Leichtlaufreifen bringen pro Euro mehr als Hybridantrieb
 München. Der Kauf von Leichtlaufreifen bringt beim Auto mehr CO2-Einsparungen pro investiertem Euro als der Umstieg auf einen Hybridantrieb. Das geht nach einem Bericht der "Zeit" aus der Studie "Green Mobility" des TCW-Transfer-Zentrums an der TU München hervor, in der die Forscher die verschiedenen Ansatzpunkte zur Einsparung von Energie und damit auch von CO2-Emissionen hinsichtlich ihrer Effizienz verglichen haben. Ein Satz sogenannter Leichtlaufreifen kostet den Autokäufer demnach etwa 120 Euro Mehrpreis.
Ökonomen ermuntern IG Metall zu hoher Tarifforderung
 Berlin. Dass sich die IG Metall in der laufenden Tarifrunde am Verhandlungsergebnis des öffentlichen Dienstes orientieren will, stößt auf Zustimmung bei Ökonomen. In der Metall- und Elektroindustrie wäre ein Abschluss wie der für die Beschäftigten von Bund und Kommunen von 6,3 Prozent "sogar enttäuschend", sagte der Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Ferdinand Fichtner, "Handelsblatt-Online", zumal der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zwei Jahre laufe, die Zuwachsraten demnach jährlich 3,7 und 2 Prozent betrügen.
Studie: Liechtenstein kann Schweiz als Finanzplatz ablösen
 Vaduz. Liechtenstein wird zu einer ernsthaften Konkurrenz für den Finanzplatz Schweiz: Weil das Fürstentum eine neue EU-Richtlinie zum Anlegerschutz ungewöhnlich schnell umgesetzt hat, könnten mehrere Hundert Manager von Hedge-Fonds oder Risikokapitalgesellschaften aus der Schweiz nach Liechtenstein wechseln, heißt es in einer vertraulichen Studie der Beratungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers, die dem "Handelsblatt" vorliegt . Zwar gehören weder die Schweiz noch Liechtenstein der EU an, doch können Vermögensverwalter aus beiden Ländern keine Geschäfte mit EU-Kunden machen, wenn sie die Richtlinie nicht einhalten.
Nobelpreisträger Stiglitz warnt Europa vor Rezession
 Berlin. Der US-Ökonom Joseph Stiglitz hat Europas Regierungschefs davor gewarnt, die Krisenstaaten zu noch größeren Sparbemühungen zu drängen und gleichzeitig vor einer möglichen Rezession in Europa gewarnt. "Demokratien können nur ein begrenztes Maß an Einschnitten vertragen, ohne dafür Erfolge zu sehen", sagte der Wirtschaftsnobelpreisträger von 2001 im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Der harte Sparkurs in vielen Ländern verstärke den Abschwung, Europa drohe deshalb die zweite Rezession in kurzer Zeit. "Eine Überdosis Sparen macht alles nur schlimmer", sagte der frühere Chefökonom der Weltbank.
Deutscher Bank drohen Streiks
 Frankfurt/Main. Dem neuen Führungsduo der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen und Anshu Jain, droht gleich zum Amtsantritt eine Auseinandersetzung mit Arbeitnehmern. Die Gewerkschaft dbv hat die Manteltarifverträge in vier großen Tochter-GmbHs der Deutschen Bank gekündigt. "Wir wollen grundsätzlich bessere Rahmenbedingungen für die Angestellten aushandeln", kündigte Stephan Szukalski, Verhandlungsführer des Deutschen Bankangestelltenverbands (dbv), gegenüber der Tageszeitung "Die Welt" an. "Wir schließen Streiks nicht aus, wenn es hart auf hart kommt. Aber noch setzen wir darauf, dass die anstehenden Verhandlungen zu einem guten Erfolg führen."
Dioxineier-Skandal: Staatsanwaltschaft prüft, ob Anfangsverdacht einer Straftat vorliegt
 Bielefeld. Im Dioxineier-Skandal prüft die Staatsanwaltschaft Bielefeld, ob gegen den Inhaber eines Bio-Betriebes in Stemwede-Westrup (Kreis Minden-Lübbecke) Ermittlungen eingeleitet werden müssen. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt. In Zusammenarbeit mit der Polizei und den Veterinärbehörden untersuche die Staatsanwaltschaft derzeit, ob es Hinweise auf einen Verstoß gegen das Lebensmittelrecht gebe, sagte Staatsanwalt Christoph Mackel dem Westfalen-Blatt. Ergebe sich der Anfangsverdacht, könnten Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet werden.
Gesundheitsbranche plant 70.000 neue Jobs
 Berlin. Die deutschen Gesundheitsbranche ist in diesem Jahr ein Treiber der Arbeitsmarktentwicklung: Pharma- und Medizinproduktehersteller, Pflegeheim- und Krankenhausbetreiber beurteilten ihre wirtschaftlichen Aussichten besser als die übrige Wirtschaft, stellt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer neuen Analyse fest. Deshalb planten sie eine deutliche Ausweitung von Investitionen und Beschäftigung. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). "In der Gesundheitswirtschaft werden im laufenden Jahr 70.000 neue Stellen entstehen", prognostizierte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann gegenüber der Zeitung.
Holtzbrinck will weiter an StudiVZ festhalten
 Stuttgart. Trotz rückläufiger Nutzerzahlen von StudiVZ will Holtzbrinck Digital weiterhin an den VZ-Netzwerken festhalten und abermals investieren: Bis zum Relaunch im Sommer rechne man zwar weiterhin mit rückläufigen Nutzerzahlen, sagte Markus Schunk, Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital, der Tageszeitung "Die Welt", "aber wir setzen darauf, dass VZ mit der Neuausrichtung wieder wachsen wird." Man wisse zwar, dass man mit Facebook niemals werde mithalten können.
Praktiker-Sanierer lehnt Verkauf von Osteuropa-Geschäft ab
 Berlin. Thomas Fox, Sanierer und seit Oktober Chef von Praktiker, stemmt sich gegen den Verkauf des Osteuropa-Geschäfts der angeschlagenen Baumarktkette und damit gegen die Forderung der beiden größten Praktiker-Aktionäre. "Wir haben ja angekündigt, dass wir das Portfolio überprüfen. Nur wir müssen auch die Machbarkeit vor die Wünschbarkeit stellen", sagt Fox in einem vorab veröffentlichten Interview mit dem "Handelsblatt". In Ländern wie Griechenland, Rumänien, Ungarn und Polen seien die makroökonomischen Bedingungen gerade extrem schwierig. "Insofern dürfte es schwierig sein, zum jetzigen Zeitpunkt jemanden zu finden, der dort investieren möchte."
Kannegiesser zu Managereinkommen: ''Die Relationen passen nicht mehr''
 Berlin. Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser äußert massive Bedenken gegen den starken Anstieg der Vorstandsvergütungen in den großen Unternehmen. "Dies sehe ich in letzter Zeit problematisch", sagte er im Interview der "Stuttgarter Zeitung". Für einen Mittelständler sei diese Entwicklung "emotional genauso schwierig wie für einen Arbeitnehmer". Denn man müsse auch die Relationen sehen: Die Dax-Unternehmen beschäftigten nur sechs Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland.
Bericht: Oberbürgermeister und Landräte verdienen mit Sparkassen-Mandaten kräftig dazu
 Berlin. Sparkassen-Mandate sind laut eines Berichts für Oberbürgermeister und Landräte dank landesrechtlicher Sonderregelungen offenbar besonders lukrativ: Während andere Nebeneinkünfte größtenteils an die Kommunen abgetreten werden müssen, dürfen die Amtsträger ihre Bezüge als Sparkassen-Verwaltungsräte in den meisten Bundesländern behalten. Das ergaben Recherchen der in Berlin erscheinenden "Welt am Sonntag" in den neun Ländern, in denen große kommunale Sparkassen sitzen.
Bericht: Jede vierte Kneipe musste seit 2001 schließen
 Berlin. Seit 2001 musste in Deutschland jede vierte klassisch getränkeorientierte Gaststätte schließen. Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden und Berechnungen der "Welt am Sonntag" hervor. Demnach sank die Zahl der Schankwirtschaften bundesweit seit 2001 von fast 48.000 auf 36.000 im Jahr 2010. Besonders stark betroffen waren die Länder Hamburg (-48,1 Prozent) und Niedersachsen (-41,2 Prozent), lediglich in Berlin (+95,8 Prozent) und Baden-Württemberg (+15,3 Prozent) stieg die Zahl der Kneipen in dem Zeitraum. Politiker und Wissenschaftler warnen vor den gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung.
63.000 Osteuropäer seit Grenzöffnung auf deutschem Arbeitsmarkt
 Nürnberg. Die Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Osteuropäer vor einem Jahr hat weniger Zuwanderer angelockt als erwartet. "Infolge der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit sind etwa 63.000 Menschen aus diesen Ländern zusätzlich in Deutschland beschäftigt", sagte Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Experten hatten erwartet, dass bis zu 140.000 Osteuropäer pro Jahr kommen. Weise: "Großbritannien und Irland haben ihren Arbeitsmarkt früher für Ausländer geöffnet. Dorthin sind bereits viele Auswanderer gegangen und ziehen nun andere nach."
Dioxin-Eier illegal verkauft?

Bielefeld. Dioxinbelastete Eier aus dem Stemweder Bio-Hof sind nach Angaben des NRW-Umweltministeriums offenbar auf bislang unbekannten Wegen vertrieben worden. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt in seiner Freitagsausgabe. Unterlagen des Betriebes wurden sichergestellt. Nachdem die Kontrollnummer der belasteten Eier (0-DE-0521041) veröffentlicht worden war, hatten sich Verbraucher und Händler gemeldet, "aus Bundesländern, wo diese Eier eigentlich gar nicht in den Handel gekommen sein sollten", sagte Ministeriumssprecher Wilhelm Deitermann der Zeitung.
Kreise: Schlecker-Gebote nicht höher als 100 Millionen Euro
 Berlin. Angesichts eines Investitionsbedarfs von mindestens 100 bis 150 Millionen Euro sind mögliche Schlecker-Investoren offenbar nicht bereit, einen hohen Kaufpreis für einen Anteil an der insolventen Drogeriemarkt-Kette zu bezahlen. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet, gelten in Finanz- und Gläubigerkreisen 100 Millionen Euro als absolute Obergrenze. Der Professor für Handel an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Thomas Roeb, der früher die Drogeriekette beriet, sagte dem Magazin: "Vermutlich bleiben letztendlich nur zwei oder drei ernsthafte Interessenten übrig. Ich könnte mir vorstellen, dass der Kaufpreis sogar nur im zweistelligen Millionen-Bereich liegt."
ARD und ZDF gründen Online-Videoportal noch im April
 Berlin. Das umstrittene Videoportal von ARD und ZDF steht unmittelbar vor seiner Gründung. "In den nächsten Wochen wird die Gesellschaft gegründet", sagte Alexander Coridaß, Geschäftsführer von ZDF Enterprises, auf der Film- und Fernsehmesse Mip-TV in Cannes dem "Handelsblatt". Das neue Unternehmen soll bis Ende April als GmbH in Berlin aus der Taufe gehoben werden. Bei "Germany`s Gold", so der Arbeitstitel der Online-Videothek, werden die Gesellschafter, allen voran die Töchter von ARD und ZDF, tief in die Tasche greifen müssen.
Ältere haben zunehmend bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt
 Berlin. Ältere Menschen haben zunehmend bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das zeigen neue Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA), die dem "Handelsblatt" vorliegen. Der Anteil der Arbeitnehmer mit einer sozialversicherungspflichtigen Stelle hat sich danach in der Gruppe der 60- bis 64-Jährigen in knapp fünf Jahren um mehr als zehn Prozentpunkte erhöht. Seit Anfang 2007 kletterte ihre Beschäftigungsquote von 18,2 Prozent auf einen neuen Höchststand von 28,3 Prozent.
Roland Koch: Berufspolitiker müssen Öffentlichkeit ertragen
 Wiesbaden. Der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch meint, die wichtigste Voraussetzung für einen Berufspolitiker sei die Fähigkeit, Öffentlichkeit zu ertragen. Für "99,99 Prozent der Menschen" sei das "völlig indiskutabel, ja unerträglich", sagte er der "Zeit". "Mit der Empfindlichkeit des normalen Bürgers in der Wirtschaft oder in den Medien überlebt ein Politiker keine zehn Tage". Schwierig sei daran nicht nur das Wegstecken, so Koch, sondern vor allem, empfindlich zu bleiben.
Anfang « 27 28 29 30 31 32 33 » Ende
|
|
|
| Meine Bookmarks |
|
Um diese Funktion nutzen zu können, müssen Sie registriert bzw. eingeloggt sein.
|
.
|
|