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Streit zwischen Insolvenzverwalter und Ver.di gefährdet Schlecker-Rettung
Berlin. Die Chancen auf einen Verkauf der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker und damit deren Rettung sinken deutlich: Die Verhandlungen zwischen Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di stecken fest. Dies Berichtet die Tageszeitung "Die Welt" vorab. Insolvenzverwalter Geiwitz fordert, dass die verbliebenen 13.000 Mitarbeiter über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren oder maximal bis Ende 2014 auf rund 15 Prozent ihres Einkommens verzichten. Das würde Schlecker um rund 36 Millionen Euro pro Jahr entlasten.
 
Niki Lauda geht mit Lufthansa hart ins Gericht

Düsseldorf. Der frühere Formel-1-Rennfahrer und Airline-Gründer Niki Lauda ist mit der Lufthansa hart ins Gericht gegangen. Lauda erklärte im Gespräch mit dem "Handelsblatt", dass höhere Kerosinpreise, zusätzliche Steuern und neue Wettbewerber für die Lufthansa klar vorhersehbar gewesen seien. "Man hätte sich nur zum richtigen Zeitpunkt überlegen müssen, wie man auf diese zu erwartenden Veränderungen reagiert", betonte der ehemalige Rennfahrer. Lauda, Gründer von Fly Niki und Lauda Air, kritisiert insbesondere die vielen Zukäufe der Lufthansa.

 
Dispozinsen in Deutschland so hoch wie in Griechenland

Saarbrücken. Die Banken in Deutschland kassieren bei ihren Kunden offenbar genauso hohe Dispozinsen ab wie die angeschlagenen Geldinstitute im Euro-Krisenstaat Griechenland. Wie die "Saarbrücker Zeitung" unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium berichtet, mussten im Februar dieses Jahres deutsche Privat-Kunden einen durchschnittlichen Dispozins von 10,24 Prozent bezahlen, wenn sie ihr Konto überzogen hatten. Im notleidenden Griechenland lag der Zinssatz mit 10,96 Prozent nur marginal höher.

 
Niedersachsen will Veränderungen an Vergütung der VW-Spitze im Aufsichtsrat diskutieren
Berlin. Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) sieht den Aufsichtsrat des Autobauers Volkswagen als geeignetes Gremium für eine Debatte um die Gehaltsstruktur der VW-Spitze. "Fragen der künftigen Ausgestaltung von erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteilen gehören in das Präsidium sowie in den Aufsichtsrat und nicht in die Öffentlichkeit", sagte er dem "Handelsblatt" McAllister ist der erste Vertreter der Kapitalseite, der eine Diskussion über Veränderungen anspricht. Das Land hält gut 20 Prozent der VW-Stammaktien und verfügt über zwei Sitze im Kontrollgremium des Konzerns.
 
Arbeitgeberpräsident Hundt sieht Zeitarbeit als soziale Errungenschaft
Berlin. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Anstieg von Zeitarbeit und befristeten Beschäftigungsverhältnissen verteidigt. "Die Arbeitsmarktreformen der vergangenen Jahre haben die Flexibilität des deutschen Arbeitsmarkts erhöht", schrieb Hundt in einem vorab veröffentlichem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Die Welt". "Gerade flexible Beschäftigungsformen haben es ermöglicht, immer mehr Langzeitarbeitslose am deutschen Beschäftigungsrekord teilhaben zu lassen."
 
Maschinenbau-Verbandschef ruft IG Metall zur ''Besinnung'' auf
Berlin. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat mit massiver Kritik auf die aktuellen Warnstreiks der IG Metall reagiert. "Was die Gewerkschaft jetzt inszeniert, ist schlicht kontraproduktiv", sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Hannes Hesse dem "Handelsblatt". "Ich hoffe sehr, dass die IG Metall bald zur Besinnung kommt und den Schaden begrenzt." Nach dem bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie habe die Gewerkschaft "keinen Grund, jetzt derart aufzustampfen."
 
Erste Warnstreiks in der Metallindustrie
Berlin. Im Arbeitskampf in der Metall- und Elektroindustrie haben erste Warnstreiks begonnen. Unmittelbar nach Ablauf der Friedenspflicht um Mitternacht legten Beschäftigte in Berlin, Hildesheim und Salzgitter vorübergehend die Arbeit nieder. Betroffen waren Unternehmen wie Osram, Continental oder Bosch. Ab Mittwoch kündigte die Gewerkschaft dann eine Ausweitung der Streiks auf andere Tarifbezirke an. "Ohne eine akzeptable Regelung zur fairen Bezahlung der Leiharbeitnehmer gibt es keine Lösung des Tarifkonflikts", erklärte Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied und Verhandlungsführerin der IG Metall, in Frankfurt.
 
Höhere Ticketpreise durch Flüssigkeitenscanner an EU-Flughäfen
Berlin. Die Luftfahrtbranche rechnet mit Verzögerungen bei der Einführung von Flüssigkeitsscannern, die eigentlich für den 29. April 2013 geplant ist. "Nach dem bisherigen Stand ist das Datum unrealistisch", sagte der Präsident des Bundesverbands der deutschen Luftfahrtwirtschaft, Klaus-Peter Siegloch, der in Berlin erscheinenden "Welt am Sonntag": "Es muss sichergestellt sein, dass die eingesetzten Geräte wirklich zuverlässig in der Kontrolle von Flüssigkeiten sind. Das ist bisher nicht der Fall."
 
Zeitung: Barmer GEK streicht jede fünfte Stelle in der Zentrale

Berlin. Deutschlands größte gesetzliche Krankenkasse, die Barmer GEK, wird nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in ihrer Hauptverwaltung jede fünfte Stelle streichen. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Straub sagte der Zeitung am Donnerstag, von dem Restrukturierungsprojekt seien 400 der rund 2.000 Vollzeitstellen an den Standorten in Wuppertal und Schwäbisch Gmünd betroffen. Weil der Bereich Informationstechnik (IT) von dem Umbau ausgenommen wird, werde in den übrigen Bereichen jede vierte Stelle wegfallen.

 
Bahn lässt Belegschaft über Höhe der Vorstandsgehälter mitbestimmen
Berlin. Die Deutsche Bahn startet Mitte Oktober die größte Mitarbeiterbefragung der Unternehmensgeschichte: 210.000 Mitarbeiter im Inland und die meisten der rund 100.000 Beschäftigten bei Auslandstöchtern sollen - freiwillig und anonym - über ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz Auskunft geben. Dies berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Nach Informationen des Blattes ist das Ergebnis maßgeblicher Bestandteil für die Höhe der Gehälter der Konzernvorstände, darüber hinaus aber auch ein Test der Qualität von Führungskräften.
 
Verdi lehnt Tarifangebot der Telekom ab und kündigt Streiks an

Berlin. Die Gewerkschaft Verdi hat ein am Dienstag vorgelegtes Tarifangebot der Telekom abgelehnt und neue Streiks ab Mittwoch angekündigt. Das Angebot sei eine "Zumutung", so Verdi-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder. "Während die Unternehmensführung die Aktionäre mit einer Dividende von drei Milliarden Euro beglückt, sollen die Beschäftigten den Abschluss aus eigener Tasche finanzieren. Das ist unredlich", begründete Schröder den Abbruch der Verhandlungen weiterhin.

 
BA-Statistik: Jeder zehnte ALG I-Empfänger braucht Hartz IV
Berlin. Jeder zehnte Jobsuchende, der Arbeitslosengeld I bezieht, ist zusätzlich auf Hartz IV angewiesen. Im November 2011 waren dies nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) 75.000 Arbeitslose. Das geht aus Statistiken der Behörde hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" vorliegen. Der Anteil der Aufstocker an den Empfängern von ALG I ist damit seit 2009 leicht zurückgegangen. 2011 lag er bei 9,9 Prozent, bezogen auf 829.000 ALG-I-Bezieher. 2008 und 2009 war er mit elf beziehungsweise 10,6 Prozent etwas höher. "Dies liegt daran, dass in der Krise Geringqualifizierte verstärkt entlassen wurden", erklärte eine BA-Sprecherin.
 
Tarifkonflikt: Arbeitgeber kritisieren Streikpläne der IG Metall

Berlin. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber massive Kritik an den Streikplänen der IG Metall geübt und Zugeständnisse der Gewerkschaft angemahnt. "Die Vertreter der IG Metall können sich nicht einfach mit verschränkten Armen an den Tisch setzen", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser dem "Handelsblatt". Nachdem die Arbeitgeber einen bereits konkreten Lösungsvorschlag gemacht hätten, sei nun "auch die Gewerkschaft am Zug", betonte er.

 
Führende deutsche Manager werben für freiwillige Gehaltsobergrenzen für Vorstände
Berlin. Der Streit um überhöhte Vorstandsvergütungen wird jetzt auch unter den führenden Managern kontrovers geführt: In einem Brandbrief an die Vorsitzenden des Aufsichtsrats aller 30 Dax-Konzerne warnen Klaus-Peter Müller und Manfred Gentz vor drohenden Eingriffen der Politik. "Mit Sorge erfüllt uns, dass schon wieder Stimmen auch im politischen Lager laut werden, die Regelungen im Kodex oder gar durch Gesetz verlangen", heißt es in dem Schreiben, das dem "Handelsblatt" vorliegt.
 
Briefunternehmen verbünden sich gegen die Post

Berlin. Die Konkurrenten der Deutschen Post schmieden ein Bündnis gegen den Ex-Monopolisten: Mit einem gemeinsamen bundesweiten Zustellnetz wollen sie dem immer noch marktbeherrschenden Gelben Riesen Paroli bieten. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (F.A.Z.). "Die Gespräche sind auf einem guten Weg. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir ein flächendeckendes Alternativnetz in Deutschland etablieren", sagte Mario Frusch, Geschäftsführer von TNT Post Deutschland, der Zeitung. Ziel sei es, die Zustellverbünde Mail Alliance und P2 möglichst eng miteinander zu verzahnen und so die gemeinsame Schlagkraft zu erhöhen.

 
Drogeriemarktkette dm will Marktführerschaft mit Babykleidung verteidigen
Karlsruhe. Die Drogeriemarktkette dm will ihre Marktführerschaft künftig auch verstärkt durch den Verkauf von Babykleidung verteidigen. "Textilien sind bei uns ein sehr erfolgreiches Zusatzsortiment, das die Mütter gerne nachfragen", sagte dm-Chef Erich Harsch der Tageszeitung "Die Welt". Derzeit liege der Umsatzanteil der Textilien im "einstelligen Prozent-Bereich", sagte Harsch. Der dm-Gesamtumsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2011/12 lag bei insgesamt 3,3 Milliarde Euro.
 
Zeitung: Quelle für Dioxin-verseuchte Bio-Eier gefunden
Bielefeld. Die Quelle der Dioxin-Verseuchung von Bio-Eiern auf einem Hof in Ostwestfalen ist offenbar entdeckt worden. Nach Informationen der "Westfälischen Rundschau" wurde im Außenbereich des Hofes im Erdreich die zu den Dioxinen zählende Chemikalie PCB entdeckt, die auch in den Bio-Eiern gefunden wurde. Nach Angaben eines Experten sei die Übereinstimmung der im Boden gefundenen PCB-Moleküle mit denen in den Eiern sehr hoch. Dennoch gibt der Fund weiter Rätsel auf: Die PCB-Belastung wurde im Boden gefunden, der zum konventionellen Auslaufbereich des Hühnerhofes gehört.
 
Lufthansa plant drastischen Sparkurs
Frankfurt/Main. Die Lufthansa will nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" mit drastischen Sparmaßnahmen das Ergebnis im Passagiergeschäft um fast eine Milliarde Euro jährlich verbessern. In einem Brief an die Mitarbeiter skizziere Passagier-Vorstand Carsten Spohr laut der Zeitung Details seines Plans: So soll die Flotte soll in den nächsten drei Jahren nicht mehr wachsen; weitere Milliardeninvestitionen etwa in neue Langstreckenmaschinen sollen erst dann beschlossen werden, wenn erste Sparziele erreicht wurden. Bis dahin solle das komplette Geschäft außerhalb der großen Drehkreuze München und Frankfurt mit der Billigtochter Germanwings zusammengelegt und Strecken gestrichen werden.
 
Ranking: Audi begehrtester Arbeitgeber
Ingolstadt. Audi ist Deutschlands begehrtester Arbeitgeber: Wie in den Vorjahren fährt der Ingolstädter Autobauer in der Beliebtheit bei Wirtschaftswissenschaftlern und Ingenieuren auch 2012 an die Spitze. Das Ranking der "Besten Arbeitgeber" wird als "Graduate Barometer" jährlich vom Berliner Beratungsunternehmen "Trendence" erhoben. Rund 26.500 examensnahe Studierende der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften wurden dafür an mehr als 130 deutschen Hochschulen nach ihrem Traumarbeitgeber befragt.
 
Frühjahrsgutachten: Experten sagen Wirtschaftswachstum um 0,9 Prozent voraus
Berlin. Nach Einschätzung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 0,9 Prozent wachsen. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich nach einem schwachen Winterhalbjahr im Aufwind", stellen die Ökonomen ihrem Frühjahrsgutachten fest. Demnach werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr aller Voraussicht nach 2,0 Prozent zulegen. Bisher gingen Experten lediglich von einem Wachstum von 0,8 Prozent für 2012 aus.
 
China scheitert mit Ambitionen bei Batteriefahrzeugen und sucht Alternativen zu reinen Elektroautos
Berlin. Da es Chinas Automobilherstellern bislang nicht gelungen ist, serientaugliche batteriegetriebene Personenfahrzeuge zu bauen, rückt die Regierung von ihnen ab und plant eine Neuausrichtung der Autoindustrie, wie aus einer Studie des Beratungsunternehmens McKinsey hervorgeht, die der Tageszeitung "Die Welt" vorliegt. "In China gibt es einen Richtungswechsel und einen nüchternen Blick auf die eigene Automobilindustrie. Den Chinesen ist klar geworden, dass sie ihre ehrgeizigen Ziele, die mit dem reinen Batterieauto verbunden waren, wohl nicht so schnell erreichen werden", sagt Christian Malorny, Partner bei McKinsey.
 
Höhere Heizkosten trotz milderem Winter

Fulda. Der vergangene Winter ist deutlich milder ausgefallen als die beiden vorherigen Heizperioden. Verbraucher mit Ölheizung zahlen trotz niedrigerem Heizölbedarf 40 Prozent mehr als im strengen Winter 2009/2010. Im Bereich Gas sind die Heizkosten nur leicht abgesunken. Da es im vergangenen Winter vergleichsweise wenige kalte Tage gab, musste ein Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus von Anfang Oktober 2011 bis Ende März 2012 für rund 16.250 kWh heizen. In den vorherigen Heizperioden waren es 17.896 kWh (2010/2011) und 17.860 kWh (2009/2010).

 
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