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Kartellamt rechnet mit längeren Ermittlungen gegen ''Kartoffel-Kartell''
 Bonn. Das Bundeskartellamt erwartet, dass die zu Beginn des Monats aufgenommenen Ermittlungen gegen Kartoffel-Großhändler mindestens bis 2014 hinziehen. In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt: "Die Ermittlungen werden sicher noch über das Ende dieses Jahres hinausgehen." Es müssten zunächst Tausende von Daten und Emails gesichtet und ausgewertet werden. Danach würden die Betroffenen vernommen. "Das muss sorgfältig und gerichtsfest aufgearbeitet werden - das braucht seine Zeit", erklärte Mundt.
Telekom droht Ärger um Festnetzanschlüsse
 Bonn. Der Telekom steht nach dem Streit um die Flatrate-Begrenzung offenbar neuer Ärger ins Haus. Wie die "Saarbrücker Zeitung" berichtete, stoßen Pläne des Konzerns, "unwirtschaftliche Neubaugebiete" und ländliche Räume aus Kostengründen nicht mehr ans Telefon-Festnetz anzuschließen, auf erhebliche Vorbehalte bei der Bundesnetzagentur. Demnach will das Unternehmen das Festnetz künftig in aus seiner Sicht unrentablen Baugebieten durch drahtlose Telefonanschlüsse ersetzen, also durch Mobilfunktechnik.
Bericht: Kunden laufen Sturm gegen Kreditpraxis der Banken
 Berlin. Die Kunden laufen Sturm gegen die Kreditpraxis der Banken: Die Ombudsstellen der Finanzbranche verzeichnen nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" einen deutlichen Anstieg der Beschwerden über Darlehensverträge. 33 Prozent aller im vergangenen Jahr an die Schlichter herangetragenen Streitfälle drehten sich demnach um dieses Thema. Ein Jahr zuvor seien es lediglich 20 Prozent gewesen, schreibt die Zeitung. Damit rangierte das Kreditgeschäft 2012 bei den Beschwerden vor dem Wertpapiergeschäft, dem Spitzenreiter der Vorjahre.
Bundesbank-Chef mag den Euro noch immer
 Frankfurt/Main. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann weist mit Nachdruck angebliche Vorwürfe aus der Europäischen Zentralbank zurück, seine Bank sei ein Gegner des Euro. Weidmann sagte "Bild am Sonntag": "Kritik an der Ausgestaltung einzelner Rettungsmaßnahmen bedeutet doch nicht, dass man den Euro abschaffen will. Im Gegenteil: Für die Bundesbank gilt, dass wir den Euro erhalten wollen und zwar als stabile Währung." Zu Äußerungen aus der EZB, in der Bundesbank gebe es Euro-Gegner sagte Weidmann: "Es befremdet mich, wenn versucht wird, eine offene Diskussion über den richtigen Weg aus der Krise durch solch haltlose Unterstellungen auf eine unsachliche Ebene zu bringen."
Rekordbeschäftigung für Akademiker
 Berlin. Die gute wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat die Nachfrage nach Akademikern auf ein Rekordniveau getrieben. Zwischen 2001 und 2011 stieg die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Gruppe um 2,5 Millionen oder knapp 50 Prozent auf 7,7 Millionen. Dies geht aus einer neuen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Die Arbeitslosenquote unter Akademikern beträgt trotz eines geringen Anstiegs nur 2,4 Prozent. Damit herrscht nach gängiger Definition Vollbeschäftigung. Für ungelernte Arbeitskräfte liegt der Wert dagegen bei fast 20 Prozent.
Magazin: Karstadt-Chef Jennings droht mit Abbau von bis zu 1.000 Jobs
 Essen. Karstadt steht offenbar unter gewaltigem finanziellem Druck: Bei dem Treffen mit rund 300 Betriebsräten machte Konzern-Chef Andrew Jennings am Montag vergangener Woche klar, zum Ausstieg aus der Tarifbindung gebe es keine Alternative. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Müsste der Konzern in diesem und im nächsten Jahr die anstehenden Tariferhöhungen zahlen, wären im Gegenzug weitere 800 bis 1.000 Vollzeitstellen abzubauen, drohte Jennings.
Tennet bietet Bürgern finanzielle Beteiligung am Stromnetzausbau
 Bayreuth. Um die Akzeptanz neuer Hochspannungstrassen bei den betroffenen Anwohnern zu erhöhen, geht der Stromnetzbetreiber Tennet jetzt neue Wege. Nach Informationen der "Welt" aus dem Unternehmen will Tennet der Bevölkerung im westlichen Schleswig-Holstein ab Juni anbieten, in die Bürgeranleihe Westküstenleitung zu investieren und sich damit finanziell an den Erlösen des deutschen Netzausbaus zu beteiligen. Die Trasse von Niebüll über Husum, Heide bis nach Brunsbüttel werde damit zur ersten deutschen "Bürgerleitung", heißt es bei Tennet.
2012 mehr Ausbildungsplätze als Bewerber
 Berlin. Der aktuelle Berufsbildungsbericht zieht eine positive Bilanz des Ausbildungsjahres 2012: erneut standen mehr Ausbildungsstellen zur Verfügung als Bewerberinnen und Bewerber, teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung mit. Zugleich stieg der Fachkräftemangel. Im Ausbildungsjahr 2011/2012 wurden 551.272 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Zum fünften Mal hintereinander gab es mehr unbesetzte Ausbildungsplätze (33.275) als unversorgte Bewerber (15.650).
Arbeitnehmervertreter warnen: Tausende Beschäftigte von Vodafone-Umbau betroffen
 Düsseldorf. Das Kostenkürzungsprogramm beim Mobilfunkanbieter Vodafone in Deutschland nimmt weit größere Ausmaße an als bisher bekannt und dürfte bis zu 5.000 Mitarbeiter betreffen. Das berichtet das "manager magazin" in seiner neuesten Ausgabe die am 17. Mai erscheint. Demnach plant der Konzern, fast die Hälfte seiner bundesweit über 200 eigenen Shops mit insgesamt 1.300 Mitarbeitern zu schließen und die Gehälter in den Vodafone-Läden zu kürzen. Auch der Stellenabbau in der Vodafone-Zentrale könnte über die bereits vom Konzern mitgeteilten 500 Arbeitsplätze hinausgehen, berichtet das Wirtschaftsmagazin weiter.
Opel-Chef Neumann gegen größere China-Offensive
 Rüsselsheim. Der neue Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hat sich gegen eine größere China-Offensive des Autoherstellers ausgesprochen. Die amerikanische Mutter General Motors erlaube den Verkauf von Opel-Modellen in der Volksrepublik zwar, sagte Neumann dem "Manager Magazin". Es ergebe für Opel aber "nicht den geringsten Sinn, sich jetzt mit Verve in ein chinesisches Abenteuer zu stürzen". Die Rüsselsheimer hatten die vergangenen Jahre jeweils mit hohen Verlusten abgeschlossen. Kritiker monieren, Gewinn sei für Opel nur bei einem stärkeren Engagement auf dem rasant wachsenden chinesischen Markt realistisch.
SMA Solar rutscht tiefer in die roten Zahlen - Weiterer Personalabbau
 Niestetal. Die SMA Solar Technology AG verkaufte im ersten Quartal 2013 Solar-Wechselrichter mit einer Leistung von 1,2 Gigawatt und erzielte 212,3 Mio. Euro Umsatz. Im ersten Quartal 2012 waren es 405 Mio. Euro. Der Umsatz lag innerhalb der eigenen Prognose von 190 Mio. Euro bis 220 Mio. Euro. Der Auslandsanteil erhöhte sich auf 67,5 Prozent vom Umsatz. Wesentliche Wachstumsimpulse gingen im ersten Quartal 2013 von den USA, Japan, Australien und Thailand aus. Förderkürzungen in wichtigen europäischen Märkten, die weiterhin ungelöste Schuldenkrise sowie mögliche Strafzölle auf chinesische Module in Europa wirkten sich negativ auf die Nachfrage nach Solar-Wechselrichtern aus.
Gewerkschaftsmitglieder kritisieren IG-Metall-Abschluss
 München. Nach dem Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie hagelt es Kritik von der Basis. Noch in der Nacht kommentierten dutzende Mitglieder auf der Facebook-Seite der IG Metall den Abschluss als "Abzocke" und drohten mit Austritt. "Es ist wirklich kein Wunder dass die Arbeitgeber über die IGM nur noch müde lächeln", schrieb ein Nutzer. "Wir als gewerkschaftliche Vertreter an der Basis können es unseren Kollegen nicht erklären, ich schäme mich mit so einem Ergebnis in der Mannschaft aufzutreten", schrieb ein Betriebsrat.
90.000 Benzindiebe an deutschen Tankstellen
 Berlin. Immer mehr Autofahrer tanken an der Zapfsäule, ohne für das Benzin zu zahlen. Der "Tankbetrug" nahm im vergangenen Jahr erneut zu - um 5,5 Prozent auf 89.769 polizeilich erfasste Fälle. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2012 hervor, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) heute vorstellen wird und die der "Welt" vorab vorliegt. Ein Grund für den Spritklau waren die Rekordpreise für Benzin und Diesel im vergangenen Jahr.
Karstadt-Krise: SPD und Grüne fordern Bundesregierung zum Handeln auf
 Berlin. Die vom Warenhauskonzern Karstadt angekündigte zweijährige "Tarifpause" sorgt für massive Empörung in der Politik. Auf Kritik stoßen bei SPD und Grünen vor allem Karstadt-Investor Nicolas Berggruen und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Soziale Marktwirtschaft bedeute Tarifautonomie und Tarifbindung. "Wenn Karstadt hier jetzt ausschert, ist das verantwortungslos und unfair gegenüber der Belegschaft", sagte der Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, "Handelsblatt-Online".
EU will Inhaber großer Kontoguthaben angeblich besser schützen
 Brüssel. Die EU-Kommission will nach Informationen des "Handelsblatts" nicht nur kleine Sparer vor den Folgen von Bank-Pleiten schützen, sondern auch wohlhandende Anleger. Die Garantie für Sparkonten bis zu 100.000 Euro reiche nicht aus, hieß es in EU-Kommissionskreisen, so die Zeitung. Wenn die Inhaber größerer Konten bei einer Schieflage ihrer Bank um ihre Einlagen fürchten müssten, dann würden sie womöglich die Schalter stürmen und ihre Konten räumen. Um diese Gefahr auszuschließen, müssten es eine "Präferenz" für alle Einleger geben.
Schätzung: Niedrigzins lässt deutsche Ersparnisse 2013 um 14 Milliarden schrumpfen
 Berlin. Die historisch niedrigen Zinsen führen bei deutschen Sparern in diesem Jahr zu einem realen Vermögensverlust in zweistelliger Milliardenhöhe. Wie die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf eine Schätzung der Postbank berichtet, verlieren die Bankeinlagen der privaten Haushalte 2013 unter dem Strich rund 14 Milliarden Euro an Wert. Grund sei die im Vergleich zu den Zinsen hohe Inflationsrate, sagte Postbank-Chefstratege Marco Bargel der Zeitung. Er bezeichnete das Minus als "kräftige Vermögensvernichtung", die langfristig Schaden anrichte.
Immer mehr psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz
 Berlin. Psychische Erkrankungen in der Arbeitswelt nehmen immer weiter zu. Das berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf Daten von gesetzlichen Krankenkassen. Demnach waren nach einer Auswertung der Kaufmännischen Krankenkasse KKH im Jahr 2012 Verkäufer (Groß- und Einzelhandel) im Schnitt 43,6 Tage wegen psychischer Probleme krank geschrieben. Im Gesundheits- und Sozialwesen waren es 40,7 Fehltage im letzten Jahr.
Bericht: Commerzbank startet 2,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung
 Frankfurt/Main. Die Commerzbank startet nach Informationen des "Handelsblatts" voraussichtlich am Dienstag oder Mittwoch (14. oder 15. Mai) ihre 2,5 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung. Nach Angaben aus Finanzkreisen werde der Abschlag auf den aktuellen Aktienkurs des Instituts demnach in der Größenordnung von 35 Prozent liegen. Angesichts der Rekordjagd an den Börsen sei das Marktumfeld jetzt ideal für die Platzierung, hieß es weiter. Die Commerzbank wollte das nicht kommentieren. Das Geldhaus muss allerdings damit rechnen, dass der Aktienkurs kurzfristig stärker schwankt.
Obermann: Bei Internet-Drosselung letztes Wort noch nicht gesprochen
 Bonn. Offenbar hat sich die Deutsche Telekom noch nicht abschließend festgelegt, wie sie in drei Jahren mit Vielsurfern umgehen will. "Der Wettbewerb ist so hart, dass wir ohnehin nur das verkaufen können, was sich am Markt durchsetzen lässt", sagte Telekom-Chef René Obermann im Gespräch mit der "Welt am Sonntag". Bisher hieß es dazu, dass der Konzern nicht zurückrudern wolle. Zielsetzung bleibe es, Kunden zu halten und vor allem neue zu gewinnen, sagte Obermann. Dies beziehe sich auf jeden Kunden. "Flatrates wird es weiter geben."
Deichmann rechnet mit generell steigenden Schuhpreisen
 Essen. Die Verbraucher müssen sich auf steigende Schuhpreise einstellen. Das sagte Europas größter Schuhhändler, Heinrich Deichmann, dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Verantwortlich seien vor allem die wachsenden Rohstoffpreise, aber auch die steigenden Lohnkosten in China, wo ein Großteil der Branche mittlerweile seine Ware produzieren lasse. "Die Volksrepublik verändert sich gerade drastisch", so Deichmann. "Insofern wird sich unsere ganze Branche auf höhere Preise einstellen müssen."
''Kartoffel-Kartell'' hat Millionen-Schaden verursacht
 Berlin. Das mutmaßliche Kartoffel-Kartell, gegen das Ermittlungen laufen, soll nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" die Verbraucher und Bauern um mehr als 100 Millionen Euro geschädigt haben. Die "Bild-Zeitung" berichtet davon, dass sich die neun verdächtigen Unternehmen über zehn Jahre hinweg rund eine Milliarde Euro Verdienst zu Unrecht verschafft haben. Ein Branchen-Insider schätzt laut SZ, dass das Kartell seit der Gründung vor etwa zehn Jahren einen Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe gemacht habe.
Es gibt Argumente für die Pkw-Maut
 München. Deutschlands Straßen zerbröseln, stellte das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) vor kurzem fest, und damit hat es recht: 21 Prozent der Bundesstraßen und neun Prozent der Autobahnen sind hierzulande dringend reparaturbedürftig. Doch das dafür nötige Geld ist nicht vorhanden. Der Reparaturaufwand müsste fast verdoppelt werden, um des Problems Herr zu werden. Als Einnahmequelle bietet sich die Straßenmaut an. Deutschland verfügt mit seinem GPS-gestützten Abrechnungssystem für Lkws bereits über eine ideale und weltweit führende Technologie zur bequemen Abrechnung der Maut, die den Verkehrsfluss nicht behindert und beliebige Strecken präzis messen kann.
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